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Burnout, Mobbing und Präsentismus - Zusammenhänge und Präventionsmaßnahmen

Welche Faktoren kann der Arbeitgeber im Sinne guter Arbeitsgestaltung beeinflussen, um psychische Probleme am Arbeitsplatz zu vermeiden? Die Studie fasst den Erkenntnisstand zu Burnout, Mobbing und Präsentismus zusammen und leitet erfolgversprechende Präventionsmaßnahmen für Arbeitgeber ab.

Ein schlechtes Betriebsklima, Konflikte zwischen Arbeits- und Familienleben sowie hohe emotionale Anforderungen am Arbeitsplatz können Arbeitnehmer ernsthaft krank machen: Insbesondere Burnout und Mobbing sind in den letzten Jahren als häufigste psychische Probleme am Arbeitsplatz in den Fokus von Öffentlichkeit, Wissenschaft und Wirtschaft geraten. Gründe für den Arbeitgeber ein gutes Arbeitsklima zu fördern, gibt es reichlich: Im Jahr 2009 entfielen laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) je nach Krankenkasse zwischen rund neun und elf Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage auf psychische Ursachen.

Während sich die bisherige Forschung zu Burnout und Mobbing überwiegend auf die Auswirkungen auf die Betroffenen bezieht, zeigt der Beitrag "Burnout, Mobbing und Präsentismus - Zusammenhänge und Präventionsmaßnahmen" welche Arbeitsbedingungen ein Arbeitnehmer positiv gestalten sollte, damit es in seinem Betrieb erst gar nicht zu psychischer Krankheit unter den Arbeitnehmern kommt. Hierzu identifiziert die Studie Stressoren am Arbeitsplatz als Auslöser für Burnout und Präsentismus. Präsentismus - das mehrmalige Erscheinen am Arbeitsplatz trotz Krankheit - wird im Rahmen der Studie als eine Vorstufe zum endgültigen Burnout gesehen. Dem Burnout folgt dann langfristig die Arbeitsunfähigkeit. In einem zweiten Schritt werden die Zusammenhänge zwischen Burnout, Mobbing und Präsentismus analysiert und entsprechende Präventionsmaßnahmen abgeleitet.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Zusammenhänge zwischen schlechten Arbeitsbedingungen, Mobbingerfahrungen und Präsentismus. Auf Grundlage der Gesundheitsmonitordaten lassen sich drei wichtige Faktoren ableiten, die Mobbing am Arbeitsplatz begünstigen: Ein schlechtes Betriebsklima, schlechte Führung und belastende emotionale Anforderungen am Arbeitsplatz gehen mit Schikaneerfahrungen einher. Ein Burnout tritt besonders häufig auf, wenn der Arbeitnehmer das Gefühl hat, die Anforderungen am Arbeitsplatz nicht mit einem guten Familienleben vereinbaren zu können. Auch eine als gering erlebte Jobsicherheit und hohe emotionale Belastungen am Arbeitsplatz erhöhen die Burnoutgefährdung. Sorgt der Arbeitgeber jedoch für eine gute Arbeitsgestaltung kann dies dazu beitragen, Mobbing, Burnout und Präsentismus zu verringern.


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Abstract (English)

Englischer Abstract zur Studie.

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