gesundheitsmonitor
Das Gesundheitssystem aus Sicht der Bürger

Newsletter: Soziale Ungleichheit: Schichtspezifisches Informations- und Partizipationsverhalten in der ambulanten Versorgung

Für die Erklärung schichtspezifischer Unterschiede bei Morbidität und Mortalität gibt es seit den Ausführungen von Mielck (1993) ein umfassendes theoretisches Koordinatensystem. Der "soziale Gradient" ist danach zu erklären durch höhere gesundheitliche Belastungen, eine weniger gesunde Lebensweise, weniger effektive Bewältigungsstrategien und -Ressourcen sowie eine schlechtere medizinische Versorgung unterer Sozialschichten. Für die Analyse der schichtspezifischen Bewältigungsmuster sind in der letzten Zeit vielfältige Konzepte entwickelt worden, darunter auch das Modell der "Gesundheitskompetenz". Hiervon ausgehend wird mit Daten des Gesundheitsmonitors aus mehreren Erhebungswellen seit 2004 Fragestellungen nachgegangen, die schichtspezifische Differenzen überprüfen, und zwar:

  • bei der Klärung oder Vertiefung ärztlicher Informationen im Zusammenhang eines Arztbesuchs,
  • beim Wunsch nach Mitbestimmung bei der Festlegung der Therapie,
  • bei der Auswahl eines Arztes und den dabei maßgeblichen Kriterien sowie beim Arztwechsel,
  • hinsichtlich des Verständnisses medizinischer Informationen im Rahmen von Medikamenten-Beipackzetteln.