gesundheitsmonitor
Das Gesundheitssystem aus Sicht der Bürger

Zukunftserwartungen

Illustration zum Themenschwerpunkt Zukunftserwartungen
Illustration zum Themenschwerpunkt Zukunftserwartungen

Wie soll ein bürgerorientiertes Gesundheitssystem aussehen?

In diesem Schwerpunkt geht es um die großen Linien der Systemgestaltung, um die ordnungspolitischen Fragen eines zukünftigen Gesundheitssystems.

  • Wem vertrauen die Menschen?
  • Welche Leistungen sollen vergütet werden?
  • Wie soll das Gesundheitssystem finanziert werden?
  • Wovor haben die Menschen Angst?

Ein wichtiges Element ist für die Bürger der zukünftige Umfang und der Zugang zum Leistungskatalog. Zentrale Fragen der Beiträge in diesem Bereich sind beispielsweise:

  • Nach welchen Kriterien sollen knappe Ressourcen (zum Beispiel bei der Transplantation von Organen) vergeben werden?
  • Welche Leistungen sollen für alle Menschen zur Verfügung stehen und welche Gruppen sollen bei Ressourcenknappheit bevorzugt behandelt werden?

Zu den wichtigen Zukunftsfragen gehört natürlich auch die Finanzierung: Obwohl die Bürger die Defizite auf der Leistungsseite direkter erleben, sind sie sich der Problematik bei der zukünftigen Finanzierung durchaus bewusst. Hier ergibt sich über die Jahre eine stabile Zustimmung zu den zentralen Kriterien der gesetzlichen Krankenversicherung: Die Familienversicherung für Kinder und Partner mit Erziehungsauftrag wird befürwortet und die solidarische Umverteilung  findet überraschenderweise auch bei PKV Versicherten und freiwillig Versicherten einen großen Zuspruch. Das hat auch Auswirkungen auf die Reformvorstellungen in diesem Bereich: Tendierte die Bevölkerung zu Beginn der Debatte vor 10 Jahren eher zu einem Bürgerversicherungsansatz als zu einer Kopfpauschale, wird heute entsprechend das Modell einer integrierten Krankenversicherung präferiert.

Was ist aus Sicht der Bürger gerecht?

Die Systemfrage ist für die Bürger auch eine Frage der Gerechtigkeit: Die Versorgungsunterschiede zu Ungunsten der GKV-Patienten (höhere Wartezeiten, kürzere Arzt-Patienten Gespräche etc.) werden von den Menschen wahrgenommen und als ungerecht empfunden. Es konnte auch belegt werden, dass diese Versorgungsunterschiede nicht nur wenig bedarfsgerecht sind, weil der schlechtere Gesundheitszustand der GKV-Patienten eigentlich einen umgekehrten Ressourceneinsatz nahelegen würde. Darüber hinaus nimmt das Image der Ärzte durch diese Art der Versorgung massiv Schaden.

Ausgewählte Studien

Das Risiko der Pflegebedürftigkeit: Pflegeerfahrungen und Vorsorgeverhalten bei Frauen und Männern zwischen dem 18. und 79. Lebensjahr

Immer mehr Familien in Deutschland übernehmen die Pflege eines nahen Angehörigen. Doch verändert die zunehmende Konfrontation mit der Thematik auch die Einstellung gegenüber dem eigenen Pflegebedürftigkeitsrisiko? Die Studie untersucht, ob und inwieweit die Erfahrungen in der Pflege das Vorsorgeverhalten der Bürger beeinflusst.

In Deutschland ist die häusliche Versorgung eines pflegebedürftigen Angehörigen schon längst kein Einzelfall mehr. Derzeit werden drei Viertel der 2,5 Millionen Menschen mit einer Pflegestufe zu Hause gepflegt. Die steigende Zahl an Pflegebedürftigen stellt sowohl die Gesundheitspolitik als auch das Versorgungssystem vor die Frage, wie zukünftig für die Bürger ein angemessenes Versorgungsniveau im Fall von Pflegebedürftigkeit gewährleistet werden kann.

Der Studie „Das Risiko der Pflegebedürftigkeit: Pflegeerfahrungen und Vorsorgeverhalten bei Frauen und Männern zwischen dem 18. und 79. Lebensjahr“ wird die Annahme zugrunde gelegt, dass die zunehmende Auseinandersetzung mit der Pflegebedürftigkeit eines nahen Angehörigen das Bewusstsein für das eigene Pflegebedürftigkeitsrisiko beeinflusst. Von wem erwartet die Bevölkerung überhaupt im Alter versorgt zu werden? Der Fokus der Studie ist auf die Beurteilung der Qualität der eigenen Vorsorge im Fall einer Pflegebedürftigkeit gerichtet. Mit welchen Aspekten der Vorsorge setzen sich die Bürger auseinander und wie hoch ist die Bereitschaft zu privaten Vorsorgemaßnahmen.

Aus den Ergebnissen wird ersichtlich, dass ein Großteil der Befragten schon einmal mit dem Thema „Pflege“ in Berührung gekommen ist. Jeder fünfte gab an, bereits selbst gepflegt zu haben oder dies zum Zeitpunkt der Befragung noch zu tun. Die zunehmenden Erfahrungen in der Pflege spiegeln sich auch in dem Informiertheitsgrad wider. Mit dem Mehr an Wissen und Erfahrung veränderte sich auch die Haltung hinsichtlich verschiedener Versorgungskonstellationen. Nach wie vor sind zwar die Erwartungen an die eigene Familie, Pflegeleistungen zu übernehmen, sehr hoch. Aber im Vergleich zu den Befragungsergebnissen des Gesundheitsmonitors 2004 zeigt sich mittlerweile ein deutlicher Trend dahingehend, dass professionelle Pflegedienste als wichtige Unterstützung in häuslichen Pflegearrangements wahrgenommen werden. Dennoch ist die Familie die zentrale pflegerische Ressource für das Versorgungssystem und bedarf als solche einer entsprechenden Unterstützung. Vor allem hinsichtlich der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sehen die Befragten einen deutlichen Verbesserungsbedarf.

Wird nach der Absicherung für den Fall der eigenen Pflegebedürftigkeit gefragt, zeigt sich ein überraschendes Ergebnis. Obwohl sich bereits abzeichnet, dass sich immer mehr Bürger mit ihrer Altersvorsorge befassen, schätzen mehr als 40 Prozent der Befragten ihre bisherigen Vorsorgemaßnahmen als schlecht bis sehr schlecht ein. Zudem gibt die Mehrheit von ihnen an, keine oder nur in geringfügigem Maß Zusatzbeiträge leisten zu wollen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass für Menschen mit einem sozioökonomisch niedrigen Status zum Teil auch gar nicht die Möglichkeit besteht private Rücklagen anzulegen.

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Einstellung der Bevölkerung zur Organspende

Nur wenige Menschen möchten bei Lebzeiten darüber entscheiden, was im Todesfall mit ihren Organen passiert. Für viele Schwerstkranke bedeutet dies der Verlust lebenswichtiger Spenderorgane. Welche Anreize könnten potentielle Organspender zu mehr Spendenbereitschaft führen? 

Umfragen zufolge stehen die meisten Bürger in Deutschland der Organspende prinzipiell positiv gegenüber, dennoch besitzen nur etwa 20 Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis. Die fehlende Bereitschaft der Bürger sich zu Lebzeiten mit einer postmortalen Organspende einverstanden zu erklären, ist Grund für einen Organmangel mit traurigen Folgen: Allein im Jahr 2010 starben 1483 Patienten, die auf eine lebenswichtige Organspende warteten. Häufig sind es Informationsdefizite und unbegründete Ängste, die einer Ablehnung der Organ- und Gewebespende zugrunde liegen.

Welche Faktoren und Maßnahmen in Deutschland zu einer größeren Organspendebereitschaft beitragen könnten, untersucht die Studie "Einstellung der  Bevölkerung zur Organspende". Um die Organspendebereitschaft zu erhöhen, sollten die Regelungen der Organspende den Vorstellungen der potentiellen Spendern weitestgehend entsprechen. Im Mittelpunkt der Befragung steht daher die Zustimmung der Bevölkerung zu den unterschiedlichen Entnahmeregelungen und den Kriterien der Organverteilung. Sollten schwerkranke Patienten, die ohne Spende nur noch wenig Lebenszeit haben, bevorzugt werden oder ist es sinnvoller jenen ein Organ zu vermitteln, die noch lange Zeit mit der Spende leben können? Finden finanzielle Anreize eine Akzeptanz in der Bevölkerung und sollte ein Selbstverschulden der Erkrankung als prioritätssenkender Faktor gewertet werden?  

Die Studie bestätigt frühere Ergebnisse, dass nur wenige der Befragten, die keinen Ausweis besitzen, eine Organspende tatsächlich ablehnen (8 Prozent). Der Rest äußert sich positiv zur eigenen Spendenbereitschaft, scheint jedoch davor zurückzuschrecken, diese Überzeugung aktiv durch die Unterschrift auf einem Spenderausweis auszudrücken. Für die Mehrheit der potentiellen Spender ist die Nützlichkeit der eigenen Spende das wichtigste Kriterium und beeinflusst somit die Einstellung zu den verschiedenen Entnahmeregelungen und der Organverteilung. Alles, was die medizinische Effizienz und damit die Nützlichkeit der eigenen Spende vergrößert, ist folglich erwünscht. Wenig Nachsicht haben die Befragten demzufolge mit Patienten, die ihre Erkrankung durch Risikoverhalten oder Selbstverschulden verursacht haben. Etwa die Hälfte empfindet es als gerecht, wenn das eigene Verschulden einer Krankheit zum Beispiel durch Drogenmissbrauch als prioritätssenkender Faktor gewertet würde. Um den Nutzen der eigenen Organspende zu maximieren, sprachen sich 59 Prozent außerdem für eine nachrangige Behandlung älterer Patienten gegenüber deutlich jüngeren Patienten aus. Kostenaspekte, wie beispielsweise eingesparte Krankheitsfolgekosten, werden von der Mehrheit der Befragten jedoch deutlich abgelehnt. Andererseits könnten Vorschläge, die eine moderate Geldzahlung für Angehörige vorsehen, zu einer etwas höheren Zahl an Spendern führen. Auch eine Bonusregel, nach der eine eigene zuvor erklärte Spendenbereitschaft im Bedarfsfall die Chance auf die Zuteilung eines Organs erhöht, kann die Spendenbereitschaft positiv beeinflussen.

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Zur Akzeptanz von Leistungsbegrenzungen im Gesundheitswesen: Strategien, Kriterien und Finanzierungsmodelle unter Berücksichtigung ethischer Aspekte

Seit Jahren werden Rationalisierung, Rationierung und Priorisierung als Sparmaßnahmen für das Gesundheitssystem diskutiert. Doch welche Leistungsbegrenzungen im Gesundheitswesen sind sinnvoll und ethisch vertretbar? Der Beitrag untersucht die Einstellung der Bevölkerung zu Einsparmöglichkeiten in der gesetzlichen Krankenkasse

Die gesetzlichen Krankenkassen sehen sich seit Jahren mit finanziellen Engpässen konfrontiert. Die Notwendigkeit eines grundlegenden Reformbedarfs der gesetzlichen Krankenversicherung ist daher unumstritten. Die Entscheidungen, wie und wo Geld gespart werden kann, sollten jedoch nicht ohne Rücksichtnahme auf Versicherteninteressen getroffen werden.

 Der Beitrag "Zur Akzeptanz von Leistungsbegrenzungen im Gesundheitswesen: Strategien, Kriterien und Finanzierungsmodelle unter Berücksichtigung ethischer Aspekte" untersucht die bis dahin weitgehend unbekannte Einstellung der Bevölkerung zu Rationierungen im Gesundheitswesen. Diskutiert wird, inwiefern die Bevölkerung eine Rationierung akzeptiert und eine Umsetzung im Rahmen eines zweistufigen Systems von Grundsicherung und privater Zusatzversicherung befürwortet.

 Die Auswertung der Befragungsdaten zeigt: Die Mehrheit der Bevölkerung möchte die Ausgaben für medizinische Leistungen trotz steigender Kosten nicht begrenzen. Etwa 79 Prozent sind stattdessen dafür, die steigenden Kosten im Gesundheitssystem durch staatliche Zuschüsse aus Einsparungen in anderen Bereichen zu finanzieren. 13 Prozent setzen auf Steuererhöhungen und etwa 9 Prozent würden auch höhere Kassenbeiträge akzeptieren. Lediglich neun Prozent sprachen sich für eine Begrenzung medizinischer Versorgung aus, infolgedessen bestimmte Leistungen privat bezahlt oder durch private Zusatzversicherungen abgedeckt werden müssten. Dies sind allerdings meist jene Personen, die von den Begrenzungen in der gesetzlichen Krankenkasse nicht betroffen sind (PKV-Mitglieder) oder Versicherte, die sich die selbstfinanzierten Leistungen problemlos leisten könnten.  

 Im Falle einer dennoch notwendigen Rationierung, entscheiden sich 69 Prozent dafür, dass wohlhabende Patienten weniger Leistungen erhalten sollten. 66 Prozent fordern dies für Patienten mit gesundheitsschädigender Lebensweise. Auch Patienten die keine Früherkennungsuntersuchungen besuchen, sollten im Krankheitsfall weniger Leistungen erhalten (46 Prozent). Nahezu einhellig wird jedoch eine Begrenzung notwendiger medizinischer Leistungen aufgrund des Alters und einer chronischen oder unheilbaren Krankheit abgelehnt. Die ebenfalls zur Diskussion stehende Zweistufung der Krankenversicherung, hier wird eine kostengünstige medizinische Grundsicherung mit einer freiwilligen Zusatzversicherung für eher seltene Krankheiten kombiniert, ist von Mehrheit der Befragten ebenfalls nicht gewünscht. Würde dennoch ein Stufenmodell eingeführt, sollten auch hier "Risikopatienten" keine höheren Beiträge abverlangt werden.

 Die Befragten fordern zu großer Mehrheit (82 Prozent) eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung an Entscheidungen über Einsparungen im Gesundheitssystem. Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen sollten im Sinne der Versicherten größeren Einfluss haben als Politiker und Kirchenvertreter. Eine Mehrheit der Bevölkerung möchte aber, dass die Entscheidungen über die Rationierung medizinischer Leistungen in der Hand von Ärzten verbleiben.

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Weitere Studien im Bereich Zukunftserwartungen

Wie möchten die Wähler verarztet werden? Gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse im Urteil der Bevölkerung

Die deutsche Gesundheitspolitik ist für den Laien nur wenig transparent. Gleichzeitig ist die Frage, wie die Entscheidungsprozesse strukturiert werden sollten, eines der dauerhaften Konfliktthemen der gesundheitspolitischen Debatte. Doch welchen Entscheidungsträgern vertraut die Bevölkerung und welche Entscheidungsformen wünschen sich die Wähler?

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Das Arzt-Patienten-Verhältnis in der ambulanten Versorgung - Unterschiede zwischen GKV- und PKV-Versicherten

Im deutschen Gesundheitssystem werden privat und gesetzlich Versicherte unterschiedlich gut versorgt. Aktuelle Reformdebatten berücksichtigen die tatsächliche Versorgungssituation der Versicherten jedoch nur wenig. Die Studie befragt Patienten zu ihren konkreten Erfahrungen im Praxisalltag.

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Fachärztliche Versorgung auf dem Land - Mangel oder fehlender Komfort?

Wie erleben die Patienten den viel diskutierten Fachärztemangel im ländlichen Raum? Sind chronisch Kranke auf dem Land schlechter versorgt als Patienten in der Großstadt? Eine Sonderbefragung des Gesundheitsmonitors untersucht, ob ein Fachärztemangel statistisch erkennbar ist und wie er von den Betroffenen wahrgenommen wird.

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Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und das deutsche Gesundheitssystem: Erfahrungen, Zufriedenheit und Erwartungen

Eine Mehrheit der Deutschen ist mit dem Gesundheitssystem zufrieden. Wie aber stehen einzelne Bevölkerungsgruppen zum Stand der medizinischen Versorgung? Der Beitrag diskutiert, welche Faktoren die Zufriedenheit und Zukunftserwartungen der Bürger beeinflussen.

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Was weiß und denkt die Bevölkerung über Alzheimer und andere Demenzerkrankungen?

Demenz ist nach wie vor ein gesellschaftliches Tabuthema. Dadurch wird sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die pflegenden Angehörigen die Bewältigung der Krankheit deutlich erschwert. Die Studie untersucht, was die Menschen wirklich über die Erkrankung wissen und mit welcher Einstellung sie der Demenz und den Erkrankten begegnen.

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Einstellungen zur Organtransplantation und Spendebereitschaft

In Deutschland ist das Aufkommen an Spenderorganen nach wie vor nicht ausreichend, um der Nachfrage gerecht zu werden. Im Gegenteil, die Zahl der Transplantationen ist sogar deutlich zurückgegangen. Die Studie untersucht, welche Faktoren die Spendebereitschaft der Bürger maßgeblich beeinflussen.

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Kriterien und Verfahren zur Priorisierung medizinischer Leistungen: Ergebnisse und methodische Herausforderungen

Wenn es darum geht, welche Leistungen in der medizinischen Versorgung eine höhere Priorität haben sollen, darf die Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden. Die Studie untersucht die Einstellung der Bürger zu Kriterien und Verfahrensregelungen der Priorisierung in der Medizin.

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Versorgung am Lebensende: Vorstellungen, Wissen und Haltungen

Eine gute Versorgung am Lebensende ist Voraussetzung für ein würdiges Sterben. Der Beitrag untersucht die Haltung und Erfahrung der Bevölkerung zu den Themen Sterben in Würde, Patientenverfügung und Palliativversorgung.

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Bürgerorientierung im Gesundheitswesen

Die Verbreitung innovativer und zustimmungsstarker Veränderungen  im Gesundheitswesen verläuft nach vorherigem Erprobungsstadium zumeist nur recht langsam oder gar nicht. Der Beitrag liefert eine begriffliche Einordnung der Bürgerorientierung und beschreibt, welche sozialen Faktoren und Konstellationen die Umsetzung bürgerorientierter Lösungen und Leistungen hemmen und welche diese fördern. Welche Schritte sind notwendig, um das Konzept der Bürgerorientierung zu stärken?

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Das deutsche Gesundheitswesen 2001 bis 2015 in der Versicherten-Perspektive

2015 sind sechs von zehn Versicherten insgesamt zufrieden mit dem Gesundheitssystem in Deutschland; einzelne Reformwünsche bestehen.

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Gerechtigkeit im Kontext von Gesundheit

Hat die Bevölkerung Vertrauen in das deutsche Gesundheitswesen und bewertet sie dieses als gerecht? Die Beantwortung dieser Fragen entscheidet über Inhalt, Akzeptanz und Umsetzungschancen neuer Reformvorhaben. Dieser Beitrag nähert sich dem Begriff der Gerechtigkeit im Kontext von Gesundheit.

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Vertrauen und Gerechtigkeit - (wie) beeinflussen sie Einstellungen und Verhaltensweisen im Gesundheitswesen

Wenn Patienten sich in der Gesundheitsversorgung ungerecht behandelt fühlen, wirkt sich dies auf ihr allgemeines Systemvertrauen zum Gesundheitswesen aus. Der Beitrag untersucht wie Menschen mit geringem Systemvertrauen und großem Ungerechtigkeitsempfinden gesundheitspolitische Themen beurteilen.

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Sozioökonomische Strukturen und Morbidität in den gesetzlichen Krankenkassen

Vor dem Hintergrund des 2009 eingeführten morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs untersucht die Studie, inwiefern sich die Versicherten unterschiedlicher Krankenkassen auch durch andere gesundheitsrelevante Faktoren wie Einkommen, Bildung, Schichtzugehörigkeit und damit auch in ihrer Morbidität und Inanspruchnahme von Versorgung unterscheiden.

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Verbesserung der Chronikerversorgung: Welchen Einfluss haben DMP und Hausarztmodelle?

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen ab 2009 stellt sich die Frage nach der Zukunft neuer Versorgungsformen wie DMP und Hausarztmodelle. Welchen Einfluss diese Programme auf die Versicherten nehmen, wird anhand eines Vergleichs zwischen Teilnehmern eines DMP beziehungsweise eines Hausarztmodells mit Nichtteilnehmern untersucht. Analysiert werden zudem die Wechselwirkungen beider Versorgungsformen.

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Gesetzliche Maßnahmen zum Nichtraucherschutz in Deutschland: Einstellungen und Akzeptanz in der Bevölkerung

Dieser Artikel untersucht, wie hoch die Unterstützung zu gesetzlichen Rauchverboten an verschiedenen Orten in Deutschland ist und ob sich die Zustimmungsquoten in den verschiedenen Bundesländern unterscheiden. Zudem wird der Einfluss der sozialen Merkmale und gesundheitlicher Faktoren auf die Akzeptanz gesetzlicher Rauchverbote untersucht.

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Alter und Gesundheit: Vorstellungen in unterschiedlichen Generationen

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den vorherrschenden Altersbildern und den Gesundheitsvorstellungen der Deutschen in unterschiedlichen den Altersgruppen. Zentrale Fragen: Welche Bedeutung hat die Gesundheit im Kontext anderer Lebensbereiche? Wie zufrieden sind die verschiedenen Lebensalter mit diesen Lebensbereichen und gibt es Unterschiede in der individuellen Gesundheitsvorstellungen?

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Die Zukunft der Pflege: Qualitäts- und Strukturfragen aus Nutzersicht

Mit der sozialen Pflegeversicherung aus dem Jahr 1995 wurde die Pflege grundlegend neu strukturiert. Bis heute ist eine große Verunsicherungen rund um das Thema Pflege zu beobachten. Mit Blick auf die pflegereformpolitische Diskussion wird in diesem Artikel untersucht wie Versicherte mit pflegerelevanten Themen und den damit verbundenen Herausforderungen umgehen. Es wird untersucht, welche Fragen und Verunsicherungen heute bestehen und wie sich Aspekte des differenzierten Bedarfs daraus ableiten lassen.

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Neue Aufgabenverteilung zwischen Gesundheitsberufen in der Arztpraxis aus Patientensicht

Eine Pflegekraft, die bei gesundheitlichen Problemen berät oder ein Rezept für chronische Erkrankungen ausführt? In diesem Artikel wird die Einstellung der Nutzer des Versorgungssystems gegenüber der Aufgabenneuverteilung im ambulanten Bereich untersucht. Besonders interessant ist dabei, inwieweit und unter welchen Rahmenbedingungen erweiterte Kompetenzen für speziell geschulte nicht ärztliche Gesundheitsberufe akzeptiert würden.

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Erwartungen der GKV-Versicherten an die Zukunft des Gesundheitswesens 2001 bis 2008: Trends, soziale und politische Einflussfaktoren

Dieser Beitrag untersucht, ob und in welcher Art sich die Erwartungen der GKV-Versicherten an die Gesundheitspolitik und die Krankenversorgung von 2001 bis 2008 verändert haben und ob die politischen Veränderungsimpulse und Steuerungsabsichten bei den Versicherten "angekommen" sind. Außerdem wird untersucht, welche Einflüsse auf die Handlungsorientierungen und Urteile der Versicherten einwirken?

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Unterversorgung im ländlichen Raum – Wahrnehmung der Versicherten und Präferenzen für innovative Versorgungsmodelle zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten und wohnortnahen Gesundheitsversorgung

Fast jeder zweite Landbewohner klagt über unzureichende fachärztliche Versorgung; auch in der Stadt wird das zum Problem.

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Hat die Praxisgebühr eine nachhaltige Steuerungswirkung?

Zwischen 2004 und 2012 zahlten gesetzlich Versicherte einmal im Quartal eine Praxisgebühr. Die direkte finanzielle Beteiligung an den Behandlungskosten sollte zu größerem Kostenbewusstsein und höherer "Eigenverantwortung" der Versicherten beitragen. Konnte die Einführung der Praxisgebühr die hohe Anzahl von Arztkontakten in Deutschland verringern?

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Gesundheitsbezogene Verhaltensweisen und Präventionskonzepte im Wandel?

Viele Präventionskonzepte zielen auf eine Änderung der gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen der Bürger, um Krankheiten durch Prävention zu verhindern. Strittig ist, ob diese verhaltensbezogenen Präventionsmaßnahmen nicht zu kurz greifen. Wie können Präventionskonzepte gestaltet werden, um betroffene Bevölkerungsgruppen effektiv anzusprechen?

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Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) - Randerscheinung oder relevanter Faktor im Gesundheitssystem?

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen erfasst und müssen von den Versicherten selbst bezahlt werden. Welche Bedeutung hat das Angebot der Selbstzahlerleistungen in der ambulanten Versorgung? Der Beitrag untersucht, wem und warum Ärzte individuelle Gesundheitsleistungen anbieten.

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Auswirkungen der Gesundheitsreform auf den Arzneimittelverbrauch und die Arzneimittelausgaben der Versicherten

Zur Senkung stetig steigender Arzneimittelausgaben wurden im Rahmen der Gesundheitsreform die Zuzahlungen zu Arzneimitteln erhöht und rezeptfreie Medikamente aus der vertragsärztlichen Versorgung weitgehend ausgeschlossen. Welche Folgen hat dies für den Arzneimittelverbrauch und die Arzneimittelausgaben der Versicherten?

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Internetapotheken: Versandhandel mit angezogener Handbremse

Seit 2004 können sich in Deutschland ansässige Apotheken als Internetapotheken registrieren lassen. Internetapotheken sind besonders für chronisch Kranke interessant, die ihren Medikamentenbedarf planen können. Während der Preisvorteil für die Versandapotheke spricht, ist die Beratungsleistung beim Medikamentenkauf im Internet zweifelhaft.

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Einzelpraxis oder Gruppenpraxis - ein anderer Typ Arzt? Untersuchung von Strukturen und Einstellungen in unterschiedlichen Praxistypen

In Deutschland dominierte lange Zeit die klassische Einzelpraxis als Praxisform der ambulanten Versorgung. Heute praktizieren immer mehr Ärzte in Gemeinschaft- oder Gruppenpraxen. Welche Unterschiede verschiedener Praxistypen nehmen die Versicherten wahr?

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Vertrauen in die Gesundheitsversorgung

Das Vertrauen der Versicherten in die Gesundheitsversorgung ist in hohem Maße durch persönliche Erfahrungen in der medizinischen Versorgung geprägt. Daher übernimmt der Hausarzt für das Systemvertrauen der Patienten eine wichtige Rolle. Wie kann das Systemvertrauen der Versicherten durch ärztliches Handeln gestärkt werden?

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Die elektronische Gesundheitskarte: Neues Werkzeug in der Hand der Versicherten

Experten versprechen sich von der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte effizientere Kommunikationsprozesse und eine Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung. Was weiß die Bevölkerung von der eGK und wie bewerten die Bürger die Speicherung sensibler Gesundheitsdaten?

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Neue Formen der ambulanten Versorgung: Was wollen die Versicherten? Discrete-Choice-Experiment

Neue Versorgungsmodelle in der ambulanten Versorgung setzen die Akzeptanz der Patienten voraus. Welche Faktoren neuer Versorgungsmodelle sind für die Versicherten wichtig und können zu einer breiteren Akzeptanz und Beteiligung in der Bevölkerung führen?

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Prävention: Steuerungsperspektiven für Anbieter und Nutzer

Mehr Prävention wird von allen gesundheitspolitischen Akteuren gewünscht. Gesundheitschancen sind in der Gesellschaft jedoch unterschiedlich verteilt. Daher muss Prävention differenziert werden. Der Artikel untersucht die Perspektiven der Versicherten und der Ärzte, an welchen Inhalten sich Präventionsprogramme orientieren sollen, welche strukturellen Rahmenbedingungen zu schaffen sind und in welcher Zuständigkeit sie durchgeführt werden sollen.

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Prävention und Gesundheitsförderung im Alter

Gesundheit im Alter umfasst das Fehlen von Krankheiten, einen optimalen funktionalen Status, eine aktive und gelungene Lebensgestaltung, die Bewäl­tigung von Belastungen und Krisen und eine funktionierende medizinische und soziale Unter­stützung. Präventionsziele sind daher die Vermeidung von Erkrankungen, die Erhaltung der Unabhängigkeit und der selbstbestimmten Lebensgestaltung, die Vermeidung von psychischen Belastungen und die Aufrechterhaltung von sozialer und medizinischer Unterstützung. Der Artikel untersucht, in welchen Bereichen gesundheitliche Prävention im Alter von politischer Steuerung begleitet werden kann.

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Professionelle Pflege - Anforderungen, Inanspruchnahme und zukünftige Entwicklungen

Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Pflegebedürftigen durch die demografische Entwicklung, die Zunahme von Multimorbidität und den Anstieg gerontopsychiatrischer Erkrankungen steigen wird. Der Artikel untersucht die Anforderungen der Menschen an ihre (mögliche) Pflege und die Erfahrungen, die die Menschen selbst oder durch zu pflegende Angehörigen gemacht haben.

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Finanzierungsoptionen des Gesundheitswesens aus Bevölkerungssicht

Mitten in der Diskussion um die Umstellung der Finanzierung der Gesundheitsversorgung auf Kopfpauschalen oder eine Bürgerversicherung untersucht der Artikel die Präferenzen der Bürger bei der weiteren Gestaltung der Krankenversicherung: Wer soll zum Kreis der Pflichtversicherten gehören? Was ist die Bemessungsgrundlage für den Beitrag? Welchen Umfang soll der Leistungskatalog haben? Und wie geht man mit der kosten­losen Mitversicherung von Familienangehörigen um?

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Gerechtigkeit in der Finanzierung des Gesundheitswesens

Die Finanzierung des Gesundheitswesens steht unter dem Aspekt der Verteilungsgerechtigkeit auf dem Prüfstand. Der Artikel untersucht aus Sicht der Versicherten, wer in die gesetzliche Krankenversicherung einbezogen werden soll, wie der Beitrag bemessen und gestaltet werden soll und wie mit der bisherigen kostenfreien Mitversicherung von Familienangehörigen umzugehen ist.

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Prävention und Gesundheitsförderung gesamtgesellschaftlich gestalten

Es besteht weitgehend Konsens über die Notwendigkeit eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention. In der Vergangenheit sind bislang drei Anläufe für ein Präventionsgesetz gescheitert. Für die laufende Legislaturperiode ist erneut die Verabschiedung vorgesehen. Wie können Impulse und Regelungen, die das Präventionsgesetz vorgibt, an die Bürger gebracht werden? Wie steht Deutschland hinsichtlich der gesundheitsförderlichen Politik im internationalen Vergleich dar?

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„Shared Decision Making“ – partizipative Entscheidungsfindung auf dem Weg in die Praxis

Auf gesundheitspolitischer Ebene und in der hausärztlichen Praxis wird die Umsetzung patientenzentrierter Kommunikations- und Entscheidungsmodelle vorangetrieben und vorbereitet. Der Artikel untersucht, inwiefern diese Entwicklungen sich in den Erfahrungen und Erwartungen der Versicherten und Patienten wiederspiegeln.

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Politische Implikationen des demographischen Wandels für das Gesundheitssystem

Der demographische Wandel spielt für das Gesundheitswesen in zwei Bereichen eine wesentliche Rolle: auf der Finanzierungsseite, da bisher vor allem die Er­werbstätigen beitragen, und auf der Ausgabenseite, da eine älter werdende Gesellschaft höhere Krankheitskosten mit sich bringen kann. Insbesondere der Aspekt der Generationengerechtigkeit wird in der Diskussion oftmals ausgeblendet. Der Artikel untersucht gesundheitsbezogene und gesundheitspolitische Unterschiede zwischen drei Alterskohorten.

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Erwartungen an die mittelfristige Zukunft der Gesundheitsversorgung

 Im internationalen Vergleich des Vertrauens der Bevölkerung in Akteure, Institutionen und Eigenschaften des Gesundheitswesens blieb offen, ob es sich bei dem Befund um situationsabhängige Bewertungen oder um eine grundsätzlich eher pessi­mistische soziokulturelle Mentalität der Deutschen handelt. Der Artikel untersucht im Zeitvergleich über drei Jahre, wie sich Bewertungen des Gesundheitswesens und Erwartungen an seine zukünftige Entwicklung verändern.

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Der Hausarzt als Primärversorger und Lotse im Versorgungssystem – Stand der Praxis und Entwicklungschancen

Vor dem Hintergrund internationaler Erfahrungen soll in Deutschland die Rolle des Hausarztes weiterentwickelt werden. Der Artikel untersucht, welche Bedeutung der Hausarzt in der derzeitigen ambulanten Versorgung inne hat und wie die Versicherten mögliche Weiterentwicklungen bewerten.

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„Shared Decision Making“: Der Patient im Mittelpunkt von Gesundheitswesen und Praxisalltag?

Im Zuge der Diskussion um mehr Eigenverantwortung wird auch die Patientenautonomie in dem Arzt-Patienten-Verhältnis, aber auch im Gesundheitssystem zunehmend diskutiert. Es wird untersucht, wie groß die Bereitschaft der Versicherten und Ärzte zu einer gemeinsamen Entscheidungsfindung ist. Darüber hinaus wird überprüft, inwieweit die Ärzte adäquate Kommunikation und Information als Grundlage für gemeinsame Entscheidungs­findung erkannt haben und für wie wichtig Fortbildung in diesem Bereich erachtet wird.

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Gutes Beitrags-Leistungs-Verhältnis oder Sicherheit – was wollen die Bürger von ihrer Krankenkasse?

Die Öffnung der Krankenkassen 1996 brachte auch einen Funktionswandel mit sich. Der Wettbewerb um die Versicherten führte auch zu einem neuen Service-Verständnis. Es wird untersucht, welche Erfahrungen und Erwartungen die Versicherten im Bereich der Krankenkassen haben.

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Vertrauen bei der Wahrnehmung und Bewertung von Akteuren, Institutionen und Eigenschaften des Gesundheitswesens

Gesundheit und Krankheit sind durch ein hohes Maß an Risiken, Unsicherheiten und Asymmetrien geprägt. Es ist daher ein gewisses Maß an Vertrauen in verschiedene Akteure, Institutionen und Eigenschaften des Gesundheitswesens notwendig, damit Diagnose und Therapie funktionieren können. Es wird erstmals in Deutschland das Konzept des Public Trust untersucht, das vom NIVEL-Institut in den Niederlanden entwickelt wurde. Ein internationaler Vergleich von Daten aus verschiedenen Ländern soll folgen.

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Newsletter: Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem - beschädigt oder stabil?

Das Gesundheitswesen steht überwiegend negativ in den Schlagzeilen. Meistens geht es um Finanzierungsprobleme, insbesondere zum Ende jeden Jahres, wenn sich das Budget seiner vorzeitigen Ausschöpfung nähert. Die Krankenkassen drohen dann mit Beitragserhöhungen, die Ärzte mit partieller Einstellung der Behandlung. Zugleich werden immer neue Abrechnungsskandale aufgedeckt, die das Vertrauen der Bürger zu erschüttern drohen. Korrespondiert dieses Bild der Medien mit den Erfahrungen und Wahrnehmungen der Bürger? Schlägt es sich im Versorgungsalltag nieder? Gibt es erkennbare Anzeichen für eine Unzufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung?

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Newsletter: Reaktionen auf die Praxisgebühr - was antworten die Betroffenen?

Monatelang war die Praxisgebühr das gesundheitspolitische Lieblingsthema der Medien. Vertreter aus Gewerkschaften und Sozialverbänden prangerten sie als weiteren Schritt zur Umverteilung der Gesundheitskosten auf die Kranken an. Bei Verzicht auf notwendige Arztbesuche wurden negative Folgen insbesondere für die Bezieher geringer Einkommen befürchtet. Die Ärzteschaft beklagte den zusätzlichen Verwaltungsaufwand und erwartete erhebliche Akzeptanzprobleme bei ihren Patienten. In deren Folgen wurde ein deutlicher Rückgang des Patientenaufkommens prognostiziert. An dieser Stelle lohnt ein Blick auf die Sicht der Patienten. Der Gesundheitsmonitor kann dazu auf Ergebnisse der letzten Erhebung im März und April zurückgreifen und Verhaltensänderungen durch den Vergleich mit Zahlen aus früheren Erhebungen identifizieren.

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Newsletter: Gesundheitspolitik auf dem Prüfstand - was erwarten die Versicherten von Reformen im Gesundheitswesen

Mit Ablauf des Jahres 2004 ist der Druck auf die Krankenkassen spürbar gestiegen. Im Dezember erläuterte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, was sie von den Kassen erwarte: Beitragssenkungen. So ließe sich mit Überschüssen in Höhe von etwa vier Milliarden Euro ein durchschnittlicher Beitragssatz von 13,6 Prozent realisieren. Die Krankenkassen hingegen sehen kaum Spielraum für geringere Beiträge und rechnen daher nicht mit einer baldigen Senkung. Der aktuelle Newsletter zum Gesundheitsmonitor erweitert diese Diskussion um die Versichertenperspektive sowie Aspekte, die über die reine Beitrags- und Kostenentwicklung hinausgehen.

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Newsletter: Qualitätsmanagement und Zertifikate im Gesundheitswesen: Viele Konzepte, viele Verfahren und kaum Tranzparenz

Im Gesundheitswesen existieren viele Modelle und Ansätze zum Qualitätsmanagement. Gleichzeitig besteht jedoch große Unsicherheit, wie diese Modelle, Verfahren und Zertifikate zu beurteilen sind. Welche Systeme stehen für eine qualitätsbezogene Weiterentwicklung zur Verfügung? Sagen Zertifikate etwas über die Qualität der Behandlung aus? Die Bertelsmann Stiftung befragt seit 2001 halbjährlich 1.500 repräsentativ ausgewählte Personen zu aktuellen Themen des deutschen Gesundheitssystems. Die aktuellen Daten stammen aus der Erhebung im herbst 2004.

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Newsletter: Shared Decision Making: Beteiligung von Patientenan medizinischen Entscheidungen

Die stärkere Beteiligung von Patienten an medizinischen Entscheidungen scheint plausibel und notwendig. So beanspruchen mittlerweile viele Patienten eine aktivere Rolle im Behandlungsprozess, angeregt durch den in den letzten Jahrzehnten gesellschaftlich gewachsenen Trend zu mehr Autonomie, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Befragungen von Bürgern und Patienten zeigen zudem, dass diese im Krankheitsfall umfassende Informationen wünschen, oft gekoppelt mit einer angemessenen Beteiligung an medizinischen Entscheidungen und der Einbeziehung ihrer eigenen Vorstellungen von Gesundheit.

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Rolle und Akzeptanz der Prävention von schädlichen Lifestyle-Einflüssen in der Bevölkerung

Mehr Gesundheit durch Aufklärung und individuelle Einsicht oder ein gesünderer Lebensstil durch Grenzen und Anreize von außen – was wollen die Bürger? Die Studie untersucht, wie die Bevölkerung die Wirksamkeit von verschiedenen Maßnahmen der Tabak-, Alkohol- und Adipositasprävention beurteilt und wie groß die Akzeptanz für die Umsetzung von verhältnispräventiven Maßnahmen ist.

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Newsletter: Anreize im Gesundheitswesen

Mit der letzten Gesundheitsreform - eingeleitet durch das GKV-Modernisierungsgesetz - hat der Gesetzgeber einige neue Anreize in das deutsche Gesundheitssystem eingeführt, mit denen das Verhalten von Versicherten und Ärzten im Sinne der Gesundheitspolitik beeinflusst werden soll. Ein zentrales Anliegen ist es dabei, das Gesundheits- und Kostenbewusstsein in der Bevölkerung zu erhöhen und die Qualität und Wirtschaftlichkeit der medizinschen Versorgung zu verbessern. Der vorliegende Newsletter beginnt mit einem Blick auf Deutschland und den Anreizen, die sich an die Nutzer des Gesundheitswesens wenden.

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Newsletter: Gesundheitspolitische Positionen und Parteipräferenzen der Wähler

Was demokratisch ist, meint jeder zu wissen. Bei näherem Hinsehen aber versteht jeder etwas anderes darunter. Für die einen ist demokratisch, wenn die Mehrheit über die Minderheit entscheidet. Andere sprechen von Demokratie nur dann, wenn auf der Suche nach Kompromissen jeder Standpunkt einbezogen wird. In Deutschland wurde auch schon über Wechselwirkungen zwischen parteipolitischer Orientierung und gesundheitspolitischen Meinungen berichtet. Ein Fazit, wie stringent diese Zusammenhänge sind, fällt allerdings schwer. Der vorliegende Newsletter bezieht Befragungsdaten des Gesundheitsmonitor heran, die einen Einblick in gesundheitspolitische Positionen und Parteipräferenzen der Wähler ermöglichen. Die Ergebnisse sind zum Teil überraschend.

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Gesundheitsängste und das subjektive Erleben der Arzt-Patient-Interaktion durch Patienten

Viele Deutsche haben Angst, im Krankheitsfall schlecht behandelt zu werden. Ihr Vertrauen zum Hausarzt könnte Abhilfe schaffen.

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