gesundheitsmonitor
Das Gesundheitssystem aus Sicht der Bürger

Prävention – Alltagsverhalten und Beitrag der Hausärzte

Die Bedeutung der Prävention nimmt stetig zu. Es ist aber auch klar, dass einfache Ansätze in Form von Verhaltensempfehlungen nicht immer zielführend sind und der Patient einen kompetenten Partner für seinen Weg zu mehr Gesundheit braucht. Es wird untersucht, welche Rolle der Hausarzt in der Prävention von Erkrankungen spielt.

Ältere, Nichtraucher und Unter- bis Normalgewichtige achten überdurchschnittlich häufiger auf ihre Gesundheit. Die wichtigsten Verhaltensweisen für die Erhaltung der Gesundheit sind der Verzicht auf bzw. mäßiger Konsum von Alkohol, ausreichend Schlaf und Nichtrauchen. Insbesondere Ältere verfolgen diese Strategien. Frauen, Ältere und chronisch Kranke gehen auch häufiger zu Vorsorgeuntersuchungen. Jüngere Menschen gehen eher aufgrund von akuten Erkrankungen zum Arzt, während ältere Patienten zur Vorsorge, aufgrund von chronischen Erkrankungen oder wegen eines Rezeptes zum Hausarzt gehen. Ältere Menschen nehmen mehrheitlich Medikamente zur Vorbeugung von Erkrankungen. Fast 60 Prozent gehen auch aus diesem Grund zum Arzt. Die Ärzte bewerten die Wirkung ihrer medizinischen Argumente für Verhaltensänderungen jedoch eher gering. Für die Ärzte sind andere Ansprechpartner wie Schulen oder Kindergärten eher dazu geeignet, die pädagogischen Aufgaben der "Gesundheits­erziehung" wahrzunehmen. Ausgangspunkt für Prävention sind Beschwerdesymptome oder Besorgnis über mögliche Krankheiten bzw. den Erhalt der Gesundheit.

Zielgruppe präventiver Tätigkeit des Hausarztes ist die ältere Patienten­klientel. Die dauerhafte Arzt-Patienten-Beziehung insbesondere älterer Menschen ist dazu geeignet, die präventiven Potentiale dieser Patientengruppe auszuschöpfen. Der Alterungs­prozess muss dabei in seiner Gesamtheit mit einbezogen werden. Eine verpflichtende Einschreibung von Patienten bei einem Hausarzt nach niederländischem Vorbild kann hier nur unterstützen. Die Weiterentwicklung der ärztlichen Fortbildung im Bereich der Prävention ist voranzutreiben.


Downloads zur Studie

Newsletter 01 2003

Prävention - ein neuer Schwerpunkt in der Versorgung?

Newsletter 01 2003
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