gesundheitsmonitor
Das Gesundheitssystem aus Sicht der Bürger

Newsletter: Prävention: Verhaltensrisiken werden erkannt, Verhaltensänderungen sind eher die Ausnahme

In der gesundheitspolitischen und wissenschaftlichen Diskussion steht das Thema Prävention seit langem auf der Agenda. Die Kritik des Sachverständigenrates an der mangelnden Präventionsorientierung des deutschen Gesundheitssystems oder das Gutachten Kölner Gesundheitsökonomen mit dem Fazit, "dass die Situation zum Nachweis von Effektivität in Prävention und Gesundheitsförderung auch im internationalen Umfeld in etwa den Stand der kurativen Medizin von vor 25 Jahren aufweist", sind nur zwei von sehr vielen Beiträgen, die auf Defizite in der Forschung und gesundheitspolitischen Umsetzung der Prävention aufmerksam gemacht haben. Angeregt durch Aufsehen erregende Befunde epidemiologischer Studien oder einschneidende gesetzliche Interventionen geriet das Thema Prävention in der letzten Zeit jedoch immer häufiger auch in die Schlagzeilen der deutschen Massenmedien. Vor diesem Hintergrund befasst sich dieser Newsletter mit folgenden Fragestellungen:

  • Zeigt sich in den Daten, dass das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen ist und wie verbreitet ist derzeit ein konsequent gesundheitsbewusster Lebensstil?
  • Findet man bei Risikogruppen ein höheres Maß an Selbstkritik, oder salopper formuliert: Haben diese Gruppen ein schlechtes Gewissen wegen ihres Gesundheitsverhaltens?
  • Gibt es eine Präventionsbarriere, die auf Deutungsmustern und Laientheorien zur Krankheitsverursachung basiert - werden Krankheitsrisiken eher anderen Ursachen zugeschrieben als Faktoren wie Rauchen, Ernährung und Bewegungsmangel?