gesundheitsmonitor
Das Gesundheitssystem aus Sicht der Bürger

Versorgungserfahrung

Illustration zum Themenschwerpunkt Versorgungserfahrung
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Brauchen wir noch mehr Daten?

Im deutschen Gesundheitswesen existieren viele Daten zur Versorgungsqualität: DRG-Daten, RSA-Daten, Abrechnungsdaten von Krankenkassen aus speziellen Versorgungsmodellen. Sie alle lassen Aussagen über die Versorgungsqualität zu. Allerdings ist gut belegt, dass man aus der Analyse von Befragungsdaten häufig besser vorhersagen kann, wie der Gesundheitszustand einer Personengruppe sich entwickeln wird und wie viele Ressourcen für die Versorgung erforderlich sein werden.  Deshalb fragt der Gesundheitsmonitor seit 2001, was die Menschen in der Gesundheitsversorgung tatsächlich erlebt haben. Welche Erfahrungen machen die Patienten und Versicherten in den verschiedenen Versorgungsbereichen? Welche Angebote nutzen sie? Wie bedarfsgerecht und evidenzbasiert ist die Versorgung?

Wovon ist eine gute Gesundheitsversorgung abhängig?

Gute Gesundheitsversorgung ist zentral von der Qualifikation des Arztes abhängig. Die Grundvoraussetzung hierfür wird im Medizinstudium gelegt. Ob daraus allerdings eine gute Versorgung entsteht, kann nur der Patient beurteilen. Im Kern geht es um die eine entscheidende Frage: Geht es dem Patienten nach der Behandlung besser als vorher? Bei chronisch kranken Menschen mag selbst die Stabilisierung eines Zustands als Erfolg gewertet werden. Wenn man wissen will, ob ein Versorgungsmodell oder eine Behandlung erfolgreich war, muss man also den Patienten fragen.

Es ist allerdings bekannt, dass es zentrale Erfolgsfaktoren gibt, die der Bürger sehr gut beurteilen kann:

    Hohes Vertrauen: Wenn der Patient dem Arzt vertraut, folgt er auch dem gemeinsam vereinbarten Therapieplan.Gute Arzt-Patienten Kommunikation: Wenn der Arzt den Patienten einbezieht, wenn dieser Fragen stellen kann und diese auch beantwortet werden erhöht sich die Chance auf ein gutes Behandlungsergebnis.Gute Versorgungskoordination: Nur wenn die Leistungsanbieter auch über Sektorengrenzen und Professionsgrenzen hinweg zusammen arbeiten, kann es zu einer erfolgreichen Behandlung kommen.

Ob diese Erfolgsfaktoren für eine gute Versorgung gegeben sind, kann häufig nur der Patient beurteilen. Deswegen fragt der Gesundheitsmonitor die Bürger nach Ihren Erfahrungen in der Versorgung.

Wer bekommt eine gute Versorgung – und wer nicht?

Die Versorgung sollte sich in Deutschland nach dem medizinischen Bedarf richten. Persönliche Kriterien wie Alter, Geschlecht, Bildung oder Versichertenstatus dürfen keine Rolle bei der Vergabe oder Bewilligung von Leistungen durch Ärzte und Krankenversicherungen spielen. Aber ist das wirklich der Fall? Sind die Wartezeiten für gesetzlich Versicherte genauso lang wie für Privatversicherte? Werden chronisch kranke Menschen, die viel Zeit kosten, von Leistungsanbietern diskriminiert? Bekommen gut gebildete Bürger leichter Leistungen bewilligt als Menschen mit geringerem Bildungsstand? Und sind Alleinerziehende oder Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen in unserem System wirklich gleichberechtigt?

Der Gesundheitsmonitor liefert Belege dafür, dass oftmals nicht der Gesundheitszustand eines Patienten das entscheidende Kriterium ist, ob und wann er eine angemessene Versorgung bekommt.

Welche Bereiche der Gesundheitsversorgung funktionieren gut – und wo gibt es systematische Defizite?

Der Gesundheitsmonitor hat einen Schwerpunkt im Bereich der ambulanten Versorgung. Hier ist für die meisten Menschen die erste Anlaufstelle für eine Gesundheitsversorgung und hier wird ein Großteil der Leistungen veranlasst. Neben vielen Studien zur Allgemeinmedizin wurden allerdings zunehmend auch Themen aus anderen Versorgungsbereichen analysiert, zum Beispiel

    KrankenhausPflegeZahnarzt

Darüber hinaus haben unsere Autoren viele Themen behandelt, die mehrere Versorgungsbereiche betreffen. Dazu zählen:

    ArzneimittelversorgungNaturheilverfahrenZusammenarbeit zwischen Hausärzten und Fachärzten Gesundheit am Arbeitsplatz

sowie viele indikationsbezogene Studien zu Themen wie psychische Erkrankungen, Rückenschmerz, Kaiserschnitt, Antibiotikavergabe bei Kindern, Gaumenmandel-Entfernungen oder ADHS.

Ausgewählte Studien

Das Arzt-Patienten-Verhältnis in der ambulanten Versorgung - Unterschiede zwischen GKV- und PKV-Versicherten

Im deutschen Gesundheitssystem werden privat und gesetzlich Versicherte unterschiedlich gut versorgt. Aktuelle Reformdebatten berücksichtigen die tatsächliche Versorgungssituation der Versicherten jedoch nur wenig. Die Studie befragt Patienten zu ihren konkreten Erfahrungen im Praxisalltag.

Wie zufrieden sind gesetzlich und privat Versicherte mit ihrer persönlichen Versorgungssituation und wie erleben sie Versorgungsunterschiede abhängig vom Versichertenstatus? Wenn es um die Qualität der Versorgung geht, wird in aktuellen Reformdebatten viel über Finanzierungsprobleme diskutiert, die Versicherten selbst kommen nur selten zu Wort. Hier setzt die Studie "Das Arzt-Patienten-Verhältnis in der ambulanten Versorgung" an. Die Patientenbefragung stellt die Perspektive der Versicherten zu den Versorgungsunterschieden im deutschen Gesundheitssystem heraus. Im Fokus der Analyse stehen das Arzt-Patienten-Verhältnis und das Behandlungsgespräch als zentrale Elemente der ambulanten Versorgung. Die Studie bietet bevölkerungsrepräsentative Befragungsergebnisse zu wichtigen Versorgungsthemen aus der Erfahrung privat und gesetzlich Versicherter. Erleben privat Versicherte tatsächlich eine bessere Versorgung als Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen?

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Im Vergleich zu PKV-Versicherten warten GKV-Versicherte länger im Wartezimmer, erleben häufiger ein nur kurzes Behandlungsgespräch und öfter einen Arzt, der teilweise nur unzureichend auf ihre Belange eingeht, obwohl sie durchschnittlich einen schlechteren Gesundheitszustand und höheren Versorgungsbedarf haben. Daraus resultiert eine insgesamt pessimistischere Haltung gesetzlich Versicherter zur medizinischen Versorgung der Zukunft. Im Vergleich zu allen anderen analysierten Themenfeldern ist die Sorge über künftige Leistungserstattungen sowie Wartezeiten auf bestimmte Therapien und Operationen bei den GKV-Versicherten besonders deutlich ausgeprägt. Damit bestätigt die Studie nicht nur ernstzunehmende Versorgungsunterschiede zwischen GKV- und PKV- Versicherten. Sie veranschaulicht zudem, dass der tatsächliche Versorgungsbedarf der Bürger stärker in den Vordergrund gerückt werden muss, um Finanzierungsengpässe in beiden Versicherungssystemen lösen zu können.

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Naturheilverfahren, komplementäre und alternative Therapien

Naturheilverfahren, komplementäre und alternative Verfahren sind wissenschaftlich umstritten – dennoch ist die Nachfrage in der Bevölkerung groß. Die Studie prüft sechs weitverbreitete Behandlungen anhand von Befragungsergebnissen der Versicherten. Haben sich Anwendungshäufigkeit und Meinungen zu alternativen Heilmethoden gewandelt?

Ob klassische Naturheilverfahren oder komplementäre und alternative Therapien wie Akupunktur, Homöopathie und Chirotherapie - alternative Behandlungsverfahren scheinen  hierzulande immer populärer zu werden. Viele Ärzte haben sich auf die Nachfrage der Patienten eingestellt und bieten neben der Schulmedizin auch alternative Behandlungsformen an. Aus wissenschaftlicher Sicht bestehen jedoch große Zweifel an der Wirksamkeit und den Wirkmechanismen vieler Methoden.

Im Rahmen der Gesundheitsmonitor- Hauptbefragung 2012 wurden 1772 repräsentativ ausgewählte GKV- und PKV-Versicherte nach persönlichen Erfahrungen mit Naturheilverfahren, Komplementärmedizin und alternativen Therapien befragt. Sechs Verfahrensgruppen stehen im Mittelpunkt der Analyse: Naturheilmittel und pflanzliche Arzneimittel, Naturheilverfahren, homöopathische Medizin, Entspannungstechniken, Akupunktur sowie Chiropraktik und Osteopathie. Hatten die Befragten bereits CAM-Verfahren (Complementary and Alternative Medicine) in Anspruch genommen, wurde für die einzelnen Behandlungsformen mit Folgefragen jeweils ermittelt, von wem die Behandlung ausging, warum sie angewendet wurde, wer die Kosten übernommen und ob das Verfahren geholfen hat.

Ergebnis der Studie: Die Verwendung von Naturheilmitteln und pflanzlichen Arzneimitteln hat im Vergleich zu Vorbefragungen seit 2005 deutlich abgenommen. Dies kann auf veränderte Erstattungsmöglichkeiten der alternativen Präparate zurückgeführt werden. Dennoch sind Naturheilmittel, Homöopathie und co weit verbreitet. 63 Prozent der Befragten hatten zumindest eines der sechs Verfahren bereits in Anspruch genommen und gaben an, dass die Behandlung ihnen gut geholfen bzw. geholfen habe. Unter den "Vielnutzern" - Befragte, die angaben, bereits drei bis sechs Verfahren ausprobiert bzw. angewendet zu haben - sind signifikant viele finanziell gut situierte Frauen zwischen 40-59 Jahren vertreten.

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Fachärztliche Versorgung auf dem Land - Mangel oder fehlender Komfort?

Wie erleben die Patienten den viel diskutierten Fachärztemangel im ländlichen Raum? Sind chronisch Kranke auf dem Land schlechter versorgt als Patienten in der Großstadt? Eine Sonderbefragung des Gesundheitsmonitors untersucht, ob ein Fachärztemangel statistisch erkennbar ist und wie er von den Betroffenen wahrgenommen wird.

Seit Jahren wird von verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens vor bereits existierendem oder zu erwartendem Ärztemangel in Gegenden mit geringer Bevölkerungsdichte gewarnt. Während über die Ursachen kontrovers diskutiert wird, sind die tatsächlichen Folgen regionaler Mängel in der fachärztlichen Versorgung bislang nur wenig analysiert worden.

Der Beitrag „Fachärztliche Versorgung auf dem Land - Mangel oder fehlende Kompetenz“ untersucht, ob regionale Mängel in der fachärztlichen Versorgung erkennbar sind und wie die Betroffenen selbst die Versorgungssituation wahrnehmen und bewerten. Exemplarisch wurden 2 178 Barmer-GEK Versicherte befragt, die an Multipler Sklerose oder an einer chronischen Lungenerkrankung leiden und somit einen regelmäßigen Facharztkontakt benötigen. Zieht eine schlechte Erreichbarkeit von Fachärzten für die betroffenen Patienten tatsächlich eine mangelnde Versorgung nach sich?

Um dies zu ermitteln, untersuchten die Experten wie sich die Inanspruchnahme von Fachärzten in verschiedenen Regionen mit unterschiedlicher Bevölkerungsdichte verhält. Überraschendes Ergebnis des Vergleichs zwischen verschiedenen Regionstypen von der Stadt bis zum ländlichen Raum: Obwohl die Versorgungsdichte von Neurologen und Pneumologen in Kernstädten annähernd drei mal so hoch wie im ländlichem Umland, lässt dies keineswegs auf einen regional unterschiedlichen Versorgungsgrad schließen.

Obwohl Patienten in ländlichen Regionen große Entfernungen zu ihren Fachärzten zurücklegen müssen, hat dies offenbar keine Auswirkung auf die Häufigkeit ihrer Arztkontakte. Ein systematischer Zusammenhang zwischen der Einwohnerdichte und der Facharztinanspruchnahme lässt sich bei den Patienten nicht feststellen. Nichtdestotrotz sind Versicherte auf dem Land mit der Anzahl und Erreichbarkeit von Fachärzten weniger zufrieden. Ebenso schätzen sie deren Fachkompetenz geringer ein und zeigen deutlich häufiger pessimistische Erwartungen gegenüber der Versorgung der Zukunft.

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Weitere Studien im Bereich Versorgungserfahrung

Das Ärzteimage in der Bevölkerung: Im Schatten von "IGeL" und "Zweiklassenmedizin"

Verdienstinteresse oder Patientenwohl: Welche Motive bestimmen laut Bevölkerungsmeinung das ärztliche Handeln? Die Studie untersucht ob ein nachhaltiger Prestigeverlust der Ärzteschaft in der Bevölkerung nachzuweisen ist und welche Faktoren das Ärzteimage beeinflussen.

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Burnout, Mobbing und Präsentismus - Zusammenhänge und Präventionsmaßnahmen

Welche Faktoren kann der Arbeitgeber im Sinne guter Arbeitsgestaltung beeinflussen, um psychische Probleme am Arbeitsplatz zu vermeiden? Die Studie fasst den Erkenntnisstand zu Burnout, Mobbing und Präsentismus zusammen und leitet erfolgversprechende Präventionsmaßnahmen für Arbeitgeber ab.

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Einflussfaktoren auf den Geburtsmodus: Kaiserschnitt versus Spontangeburt

Die Kaiserschnittrate in Deutschland steigt seit Jahren. Welche Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Schnittentbindung und wie beurteilen die Entbindenden die geburtshilfliche Betreuung? Die Studie analysiert die subjektive Perspektive von jungen Müttern auf das Versorgungsgeschehen rund um den Kaiserschnit.

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Antibiotikaanwendung bei Kindern - Theorie und Praxis

Antibiotika sind die am häufigsten verordneten Wirkstoffe im ambulanten Bereich. Seit Jahren führt der intensive unkritische Gebrauch zur zunehmenden Entwicklung von Resistenzen, die eine Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen. Die Studie untersucht, wie die alarmierende Über- und Fehlversorgung bei Kindern vermieden werden kann.

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Interventionelle Therapie bei Rückenschmerz

Rückenschmerzen zählen zu den klassischen Volkskrankheiten. Als schnelle Abhilfe für Patienten mit starken Schmerzen wird häufig die interventionelle Therapie eingesetzt. Der Beitrag diskutiert die umstrittene Spritzentherapie in einer Patientenbefragung.

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Ambulante Pflegearrangements von Schwerpflegebedürftigen: Präferenzen, Erwartungen, Entscheidungshintergründe

Der Wunsch eines Pflegebedürftigen zu Hause zu leben, kann bei steigender Pflegebedürftigkeit seltener realisiert werden. Bedarfsgerechte Unterstützungsangebote stärken die ambulante Versorgung längerfristig. Die Studie analysiert die Wünsche der Pflegebedürftigen und untersucht, welche Faktoren zum Erhalt häuslicher Pflegearrangements beitragen.

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Was wir in unsere Gesundheit investieren und mit welchen Motiven wir es tun.

Der Markt für Gesundheitsprodukte und -leistungen boomt. Dabei halten die Produkte häufig nicht, was sie versprechen. Der Beitrag untersucht wann und warum der Bürger für seine Gesundheit in die eigene Tasche greift.

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Mammografie-Screening und informierte Entscheidung: mehr Fragen als Antworten

Brustkrebs ist die in Deutschland häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Regelmäßige Mammografie-Screenings sollen die Brustkrebssterblichkeit senken. Doch die bevölkerungsbezogenen Screenings bürgen Risiken, die in der Patienteninformation nur unklar thematisiert werden.

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Partizipative Entscheidungsfindung beim Arzt: Anspruch und Wirklichkeit

Viele Patienten möchten mitentscheiden, wenn es um ihre medizinische Behandlung geht. Dennoch ist die partizipative Entscheidungsfindung in der Arztpraxis noch immer selten. Welche subjektiven und objektiven Barrieren verhindern auf Patienten- wie auf Arztseite die gemeinsame Entscheidung in der Arzt-Patienten-Kommunikation?

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Wie gut ist die hausärztliche Versorgung? Patientenurteile und Einflussfaktoren

Die Qualität der hausärztlichen Versorgung zu verbessern, steht im Mittelpunkt vielfältiger Bemühungen. Dabei wird das Urteil der Patienten meist vernachlässigt. Der Beitrag untersucht, wie qualitätsbezogene Patientenurteile zur Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen können.

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Führt die betriebliche Fehlzeitenregelung zu unnötigen Arztbesuchen?

Nicht selten benötigen Arbeitnehmer bereits am ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt. Auch bei leichten Erkrankungen, bei denen eine ärztliche Konsultation gar nicht nötig wäre. Der Beitrag untersucht, wie sich strenge betriebliche Fehlzeitenregelungen auf die Anzahl der Hausarztbesuche auswirken.

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Homöopathie in der gesetzlichen Krankenversicherung: Modelle, Erfahrungen und Bewertungen

Homöopathische Leistungen gehören in Deutschland nicht zur Regelversorgung der GKV. Dennoch sind viele Versicherte von der Qualität und der Wirksamkeit homöopathischer Behandlungen überzeugt. Der Beitrag liefert wichtige Einblicke in die Sichtweisen, Erfahrungen und Bewertungen zur Homöopathie von gesetzlich Versicherten in Deutschland.

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Halsschmerzen und chronische Mandelentzündungen bei Kindern und Jugendlichen: Operation oder konservative Behandlung?

Die Entfernung der Gaumenmandeln ist die häufigste stationäre Operation bei Kindern und Jugendlichen. Die Entscheidung für eine Tonsillektomie sollte erst erfolgen, wenn die konservative Behandlung keine Besserung bringt. Werden Eltern ausreichend bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützt und über die Nutzen und Risiken des Eingriffs informiert?

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Versorgung bei ADHS im Übergang zum Erwachsenenalter aus Sicht der Betroffenen

ADHS ist mehr als eine Störung des Kindes- und Jugendalters. Nicht wenige der Betroffenen leiden auch über die Volljährigkeit hinaus an den typischen Symptomen. Doch erhalten junge Erwachsene weiterhin die notwendige therapeutische Versorgung bzw. nehmen sie die Leistungen auch in Anspruch?

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Non-Compliance bei der Arzneimitteltherapie: Umfang, Hintergründe, Veränderungswege

Patienten, die den Therapieanweisungen ihres Arztes nicht folgen, gefährden ihre Gesundheit und verursachen jährlich unnötig hohe Arzneimittelausgaben und Therapiekosten. Der Beitrag untersucht die Ursachen für Non-Compliance in der Bevölkerung. Welche Maßnahmen könnten der mangelnden Therapietreue entgegenwirken?

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Polypharmazie - wie beurteilen Patienten die Medikamentenverschreibung der Ärzte?

Besonders ältere Menschen werden häufig von mehreren Fachärzten mit unterschiedlichen Medikamenten behandelt. Bei fehlender Kooperation zwischen den Ärzten kann es schlimmstenfalls zu Doppelverordnungen und Fehldosierungen kommen. Die  Studie untersucht, wie die Mehrfachmedikation sicherer gestaltet werden kann.

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Impfbereitschaft in Deutschland am Beispiel der Grippe

Die saisonale Grippe trifft jährlich zwischen 5 und 15 Prozent der Weltbevölkerung. Obwohl die Grippeschutzimpfung eine wirksame Prävention bietet, wird sie nur unzureichend nachgefragt. Der Beitrag untersucht die Ursache für die geringen Immunisierungsraten und klärt, welche Maßnahmen die Impfquoten steigern können.

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Zahnarztwechsler: Was zeichnet diese Gruppe aus?

Laut einer Mitteilung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) richteten sich knapp ein Drittel aller im Jahr 2010 eingegangenen Beschwerden gegen Zahnärzte. Dennoch wechseln Zahnarztpatienten auffällig selten den Arzt. Warum ist die soziale Zahnarztbindung so außerordentlich stark?

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Inanspruchnahme von Angeboten zur Bewältigung chronischer Erkrankungen und dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigungen

Ältere Menschen leiden besonders häufig an chronischen Krankheiten. Angebote zur Bewältigung chronischer Erkrankungen helfen Betroffenen mit den Krankheitsfolgen zu leben. Entsprechen die aktuellen Angebote den Bedürfnissen der Patienten oder gibt es Handlungsbedarf von Seiten der Gesundheitspolitik?

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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Zur angemessenen Dauer des hausärztlichen Gesprächs aus Sicht der Versicherten

Ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg einer Therapie. Welche Faktoren sind für Patienten für ein gutes hausärztliches Behandlungsgespräch entscheidend? Der Beitrag analysiert die Patientenwünsche zur angemessenen Gesprächsdauer. 

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Medizin hat ein Geschlecht: Zufriedenheit mit der Behandlung durch Ärztinnen und Ärzte

Ärztinnen sind in der beruflichen Praxis noch immer unterrepräsentiert. Hat ein höherer Frauenanteil Einfluss auf die medizinische Versorgung und das Arzt-Patienten-Verhältnis? Der Beitrag untersucht, ob Patienten und Patientinnen einen Unterschied zwischen den Geschlechtern in der ärztlichen Versorgung wahrnehmen.

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Praxisorganisation und Behandlungsqualität von Hausärzten in Einzel- und Gruppenpraxen: Die Schweiz und Deutschland im Vergleich

Die Gesundheitssysteme in Deutschland und der Schweiz sind sich nicht nur strukturell ähnlich. In beiden Systemen ist der Reformbedarf wegen steigender Gesundheitskosten groß. Der Beitrag diskutiert die hausärztliche Behandlungsqualität in Einzel- und Gruppenpraxen im Ländervergleich.

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Das Einhalten von Leitlinien und die Qualität der ambulanten Versorgung von Rückenschmerzpatienten

Fast jeder Mensch ist einmal im Leben von Rückenschmerzen betroffen. Eine optimale Behandlungsstrategie in der ambulanten Versorgung fehlt bislang. Der Beitrag analysiert die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen bei Rückenschmerzen. 

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Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzbedrohung und psychische Gesundheit

Erhöhte Arbeitsplatzanforderungen, hohe Stressbelastung und steigende Arbeitsplatzunsicherheit: Viele Arbeitnehmer stehen beruflich unter Druck und fürchten zugleich um ihren Arbeitsplatz. Sind psychische Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz ein Risiko für die psychische Gesundheit der Arbeitnehmer?

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Krank bei der Arbeit: Präsentismusphänomene

Wer krank zur Arbeit erscheint, schadet nicht nur sich selbst und möglicherweise anderen. Präsentismus versursacht jährlich höhere Kosten als krankheitsbedingte Fehlzeiten (Absentismus). Welche Motive stehen hinter dem Präsentismusphänomen und wie können die Ursachen vermieden werden?   

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Freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung: Die Finanzierung der Gesundheitsversorgung aus Sicht einer heterogenen Gruppe

Gutverdienern, Selbstständigen und Beamten steht frei, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern. Obwohl freiwillig Versicherte hohe Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlen, entscheiden sich viele Versicherte gegen einen Wechsel zur Privatkasse. Welche Motive beeinflussen den freiwilligen Beitritt oder Verbleib in der GKV? 

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Newsletter: Zweitmeinungen: Inanspruchnahme und Nachfrage aus Sicht der Bevölkerung

Drei von vier Befragten ändern ihre Entscheidung nach Einholen einer zweiten ärztlichen Meinung.

89 Prozent der Deutschen schätzen die Möglichkeit, eine ärztliche Zweitmeinung einholen zu können. Diejenigen, die schon einmal einen zweiten Arzt hinzugezogen haben, vertrauen diesem auch meist: 72 Prozent änderten daraufhin ihre Entscheidung. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Befragung des Gesundheitsmonitors. Diese ergab darüber hinaus, dass ein Drittel der Befragten schon mal darüber nachgedacht haben, das Angebot einer Zweitdiagnose zu nutzen, circa ein Viertel hat es tatsächlich wahrgenommen. Welchen Stellenwert Zweitmeinungen haben, wird auch dadurch deutlich, dass viele Bürger unter Umständen sogar selbst dafür bezahlen würden.

"Etwa ein Viertel der Bevölkerung hat bereits konkrete Erfahrungen mit Zweitmeinungen gemacht."
Prof. Dr. Max Geraedts (Universität Witten/Herdecke), einer der Studienautoren


Die Hälfte der Patienten würde für eine Zweitmeinung zahlen

Durch die wachsende Zahl von Operationen mit fraglichen Indikationen in Deutschland ist auch die Bedeutung ärztlicher Zweitmeinungen gestiegen. Insbesondere bei schweren Diagnosen wie z. B. Krebs oder Herz- und Gefäßerkrankungen erachten die Befragten eine Zweitmeinung als wichtig. Diejenigen, die eine zweite Meinung eingeholt haben, begründen dies vorwiegend mit ihrer Unsicherheit hinsichtlich der Entscheidung (53 %) oder mit schlechten Erfahrungen bei früheren Untersuchungen bzw. Behandlungen (43 %). Gefragt nach der Kostenübernahme für eine ärztliche Zweitmeinung, sind 54 Prozent der Befragten grundsätzlich bereit, anteilig dafür zu bezahlen. Jedoch gibt es diesbezüglich klare Unterschiede zwischen den sozialen Schichten. Oberschichtangehörige und Privatversicherte würden am ehesten Kosten aus eigener Tasche mittragen.

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Gesundheitspolitische Beteiligungen im Licht internationaler Empirie

Werden die Interessen der Bürger durch Institutionen und Mechanismen ins Gesundheitswesen so eingebracht wie vorgesehen? Daran besteht auf allen Systemebenen Zweifel. Der Beitrag fokussiert die Beteiligung der Öffentlichkeit an strategischen Entscheidungen der Gesundheitspolitik einer Region oder eines Staates sowie an Gesundheitsleistungen.  

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Gesundheitskompetenz: eine unterbelichtete Dimension sozialer Ungleichheit

Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit des Einzelnen im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Doch wie ausgeprägt ist diese Fähigkeit in der Bevölkerung? Die Studie untersucht das medizinische und gesundheitliche Basiswissen der Bevölkerung und analysiert in welchen Bevölkerungsgruppen besonders markante Wissensdefizite anzutreffen sind und welchen Einfluss die Medien haben.

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Die gesundheitliche Lage von alleinerziehenden Müttern

Alleinerziehende Frauen gehören zu einer Gruppe, deren gesundheitliche Lage durch ihre sozioökonomischen Bedingungen oder ihr Gesundheitsverhalten beeinträchtigt ist. Diese Studie vergleicht die Lebenslagen von alleinerziehenden Müttern und nicht allein erziehenden Müttern und untersucht die Unterschiede in der Gesundheit und im gesundheitlichen Verhalten zwischen diesen beiden Gruppen.

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Streitigkeiten zwischen gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen und ihren Versicherten

Dissense und Streitigkeiten von Versicherten mit Kranken- und Pflegekassen sind ein alltägliches Problem. In dieser Studie wird untersucht, ob, wie und worüber gesetzliche Krankenversicherte mit den Krankenkassen streiten, insbesondere welche kommunikativen und rechtlichen Formen dabei angewandt werden und in welchem Umfang diese zum Erfolg führen.

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Hausarztmodelle im Spannungsfeld zwischen ordnungspolitischen Anspruch und Versorgungsrealität

Die Anzahl der Hausarztmodelle hat sich in Deutschland rasant entwickelt. Doch tragen sie tatsächlich zu einer Verbesserung der Versorgungssituation bei? In diesem Artikel wird untersucht, ob es Anzeichen dafür gibt, dass sich aus der Perspektive der Versicherten die Versorgung in deutschen Hausarztmodellen von der Regelversorgung unterscheidet.

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Verbesserung der Chronikerversorgung: Welchen Einfluss haben DMP und Hausarztmodelle?

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen ab 2009 stellt sich die Frage nach der Zukunft neuer Versorgungsformen wie DMP und Hausarztmodelle. Welchen Einfluss diese Programme auf die Versicherten nehmen, wird anhand eines Vergleichs zwischen Teilnehmern eines DMP beziehungsweise eines Hausarztmodells mit Nichtteilnehmern untersucht. Analysiert werden zudem die Wechselwirkungen beider Versorgungsformen.

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Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten aus Versichertenperspektive

Um die Versorgungsqualität insbesondere chronisch kranker Patienten zu verbessern, bieten die Krankenkassen vorstrukturierte Versorgungsprogramme an. Diese sollen die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten verbessern. Doch gelingt dies auch? Dieser Artikel untersucht, wie Versicherte die ärztliche Zusammenarbeit wahrnehmen und ob diese Bewertung durch Teilnahme an der strukturierten Versorgung, durch arztinitiierte beziehungsweise patienteninitiierte Überweisungen oder durch soziodemografische Merkmale beeinflusst wird.

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Rabattverträge bei Medikamenten: Erfahrungen der Patienten

Seit April 2007 hat sich der Arzneimittelmarkt durch die Einführung von Rabattverträgen zwischen Krankenversicherungen und pharmazeutischen Unternehmen grundlegend gewandelt. Für Patienten bedeutet dies häufig einen Medikamentenwechsel. Welche ersten Erfahrungen die GKV-Versicherten mit Rabattverträgen gemacht haben und wie die grundlegende Einstellung zu diesem neuen Instrumentarium ist, untersucht dieser Artikel.

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Gesetzliche Maßnahmen zum Nichtraucherschutz in Deutschland: Einstellungen und Akzeptanz in der Bevölkerung

Dieser Artikel untersucht, wie hoch die Unterstützung zu gesetzlichen Rauchverboten an verschiedenen Orten in Deutschland ist und ob sich die Zustimmungsquoten in den verschiedenen Bundesländern unterscheiden. Zudem wird der Einfluss der sozialen Merkmale und gesundheitlicher Faktoren auf die Akzeptanz gesetzlicher Rauchverbote untersucht.

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Die Zukunft der Pflege: Qualitäts- und Strukturfragen aus Nutzersicht

Mit der sozialen Pflegeversicherung aus dem Jahr 1995 wurde die Pflege grundlegend neu strukturiert. Bis heute ist eine große Verunsicherungen rund um das Thema Pflege zu beobachten. Mit Blick auf die pflegereformpolitische Diskussion wird in diesem Artikel untersucht wie Versicherte mit pflegerelevanten Themen und den damit verbundenen Herausforderungen umgehen. Es wird untersucht, welche Fragen und Verunsicherungen heute bestehen und wie sich Aspekte des differenzierten Bedarfs daraus ableiten lassen.

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Neue Aufgabenverteilung zwischen Gesundheitsberufen in der Arztpraxis aus Patientensicht

Eine Pflegekraft, die bei gesundheitlichen Problemen berät oder ein Rezept für chronische Erkrankungen ausführt? In diesem Artikel wird die Einstellung der Nutzer des Versorgungssystems gegenüber der Aufgabenneuverteilung im ambulanten Bereich untersucht. Besonders interessant ist dabei, inwieweit und unter welchen Rahmenbedingungen erweiterte Kompetenzen für speziell geschulte nicht ärztliche Gesundheitsberufe akzeptiert würden.

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Wie bewerten Patienten Qualität in der ambulanten Versorgung?

Für die Bewertung medizinischer Versorgungsqualität werden zunehmend auch die subjektiven Qualitätsindikatoren der Patienten berücksichtigt. Die Qualität der Versorgung soll auch an den Bedürfnissen, Ansprüchen und Erwartungen der Patienten gemessen werden. Der Beitrag untersucht, welche Kriterien der Qualitätsbewertung den Patienten wichtig sind.

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Die chronisch Kranken und ihre speziellen Versorgungsprobleme

Das deutsche Gesundheitssystem ist auf die Versorgung chronisch Kranker bislang nicht optimal eingestellt. Besonders Modelle, die eine aktive Zusammenarbeit zwischen Arzt und Chroniker fördern, sollen hier Fortschritte bringen. Der Beitrag befragt chronisch Kranke zu ihren Erfahrungen im Versorgungssystem.

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Die Entwicklung der partizipativen Entscheidungsfindung: Die Sicht der Versicherten und der Ärzte

Eine Stärkung der Eigenverantwortung von Patienten steht im Mittelpunkt vieler Reformvorhaben. Die partizipative Entscheidungsfindung als konkrete Patientenbeteiligung im Behandlungsgeschehen stellt für Arzt und Patient gleichermaßen eine Herausforderung dar. Der Beitrag untersucht beide Perspektiven auf die gemeinsame Behandlungsentscheidung.

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Vergleich der Wartezeiten von gesetzlich und privat Versicherten in der ambulanten Versorgung

Gesetzlich Versicherte müssen in der ambulanten Versorgung mit längeren Wartezeiten rechnen. Sind kürzere Wartezeiten ein Komfortmerkmal der PKV oder verbirgt sich dahinter eine Zwei-Klassen-Versorgung zum Nachteil gesetzlich Versicherter?

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Das Arzt-Patienten-Verhältnis in der ambulanten Versorgung: Unterschiede zwischen GKV- und PKV-Versicherten

Ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis kann den Therapieverlauf eines Patienten entscheidend verbessern. Für ein angemessenes Behandlungsgespräch fehlt in der Praxis jedoch häufig die Zeit. Erleben PKV- und GKV-Versicherte aufgrund ihrer Kassenzugehörigkeit eine unterschiedliche Arzt-Patienten-Beziehung?

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Gesundheitsbezogene Verhaltensweisen und Präventionskonzepte im Wandel?

Viele Präventionskonzepte zielen auf eine Änderung der gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen der Bürger, um Krankheiten durch Prävention zu verhindern. Strittig ist, ob diese verhaltensbezogenen Präventionsmaßnahmen nicht zu kurz greifen. Wie können Präventionskonzepte gestaltet werden, um betroffene Bevölkerungsgruppen effektiv anzusprechen?

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Einstellung und Informationsstand zur Früherkennung: Informiert und doch getäuscht?

Viele Versicherte entscheiden sich gegen die Teilnahme an den Gesundheits- und Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkasse. Verbirgt sich hinter dem geringen Zuspruch eine informierte Risiken-Nutzen-Abwägung oder mangelnde Information? Der Beitrag untersucht Einstellung und Kenntnisstand der Bürger zum Thema Früherkennung.

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Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) - Randerscheinung oder relevanter Faktor im Gesundheitssystem?

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen erfasst und müssen von den Versicherten selbst bezahlt werden. Welche Bedeutung hat das Angebot der Selbstzahlerleistungen in der ambulanten Versorgung? Der Beitrag untersucht, wem und warum Ärzte individuelle Gesundheitsleistungen anbieten.

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Welche Auswirkungen hat die Praxisreform auf die Versorgung der Patienten in Deutschland?

Neben der klassischen Einzelpraxis entstehen in Deutschland immer mehr Gemeinschaftspraxen. Während besonders organisatorische und wirtschaftliche Vorzüge für die Gruppenpraxen sprechen, wünschen sich Patienten verstärkt eine intensive Arzt-Patienten-Beziehung. Wie beurteilen die Patienten Vor- und Nachteile verschiedener Praxisformen?

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Eine Patiententypologie: Befunde zur Differenzierung unterschiedlicher Normen und Verhaltensmuster von Patienten im Gesundheitssystem

Die Erwartungen von Patienten an Ärzte und medizinische Versorgung wandeln sich im Laufe der Zeit und damit auch das Patientenverhalten im Versorgungssystem. Patiententypologien können zum Verständnis von Normen und Verhaltensmustern von Patienten im Gesundheitssystem beitragen.

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Vergleich zwischen GKV- und PKV-Versicherten: Unterschiede bei Morbidität und gesundheitlicher Versorgung

Der Zugang zur privaten Krankenversicherung bleibt vielen Versicherten verwehrt. Der Beitrag untersucht, ob dadurch für GKV-Versicherte Nachteile in der gesundheitlichen Versorgung entstehen. Unterscheiden sich die Morbidität und die gesundheitliche Versorgung von Privat- und Kassenpatienten?

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Internetapotheken: Versandhandel mit angezogener Handbremse

Seit 2004 können sich in Deutschland ansässige Apotheken als Internetapotheken registrieren lassen. Internetapotheken sind besonders für chronisch Kranke interessant, die ihren Medikamentenbedarf planen können. Während der Preisvorteil für die Versandapotheke spricht, ist die Beratungsleistung beim Medikamentenkauf im Internet zweifelhaft.

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Qualitätsberichte deutscher Krankenhäuser und Qualitätsvergleiche von Einrichtungen des Gesundheitswesens aus Versichertensicht

Patienten benötigen verständliche Informationen zur Qualität von Krankenhäusern. Für Laien geeignete Qualitätsvergleiche deutscher Gesundheitseinrichtungen sind für die Patienten allerdings nur schwer zugänglich. Enthalten die gesetzlichen Qualitätsberichte deutscher Krankenhäuser jene Informationen die Patienten für eine Krankenhauswahl benötigen?

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Vertrauen in die Gesundheitsversorgung

Das Vertrauen der Versicherten in die Gesundheitsversorgung ist in hohem Maße durch persönliche Erfahrungen in der medizinischen Versorgung geprägt. Daher übernimmt der Hausarzt für das Systemvertrauen der Patienten eine wichtige Rolle. Wie kann das Systemvertrauen der Versicherten durch ärztliches Handeln gestärkt werden?

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Einstellungsunterschiede zum Gesundheitssystem und zu seiner Reform zwischen Selbsthilfegruppen-Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern

Selbsthilfegruppen sind ein wichtiger Baustein der Gesundheitsversorgung. Neben der persönlichen Hilfestellung für Betroffene fungieren sie auch als Interessenvertretung für Patienten und Partner des Gesundheitswesens. Unterscheiden sich Selbsthilfegruppen-Teilnehmer von Nicht-Teilnehmern in ihren Einstellungen zum Gesundheitssystem?

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Naturheilverfahren, Komplementär- und Alternativmedizin im Bewusstsein und Handeln von niedergelassenen Ärzten

Die Einstellung der Bevölkerung gegenüber Naturheilverfahren, Komplementärmedizin und Alternativmedizin ist zunehmend positiv. Ärzte nutzen alternative Medizin zumeist als Ergänzung zu konventionellen Verfahren. Wie beurteilen niedergelassene Ärzte das Potential alternativer Behandlungsverfahren?

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Hausarztmodelle in Deutschland: Teilnehmerstruktur, Beitrittsgründe und die Koordination zum Facharzt

Mit der Teilnahme am Hausarztmodell verpflichten sich Patienten im Krankheitsfall zuerst ihren Hausarzt aufzusuchen. So soll die Koordination in der ambulanten Versorgung verbessert, Behandlungsabläufe optimiert und Kosten eingespart werden. Der Beitrag analysiert die Vorteile der hausarztzentrierten Versorgung aus der Versichertenperspektive.

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Neue Formen der ambulanten Versorgung: Was wollen die Versicherten? Discrete-Choice-Experiment

Neue Versorgungsmodelle in der ambulanten Versorgung setzen die Akzeptanz der Patienten voraus. Welche Faktoren neuer Versorgungsmodelle sind für die Versicherten wichtig und können zu einer breiteren Akzeptanz und Beteiligung in der Bevölkerung führen?

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Zwischen Steuerungswirkung und Sozialverträglichkeit - eine Zwischenbilanz zur Praxisgebühr aus Sicht der Versicherten

Seit 2004 wird mit Einführung der Praxisgebühr erstmals in Deutschland ein finanzieller Beitrag aller gesetzlich Versicherten für den Zugang zu ambulanten ärztlichen Leistungen eingefordert. Damit soll die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohe Zahl ambulanter Arztbesuche gesenkt werden. Der Artikel untersucht, wie die Praxisgebühr das Verhalten der gesetzlich Versicherten beeinflusst und inwieweit Faktoren wie Einkommen, Alter oder Gesundheitszustand der Versicherten eine Rolle spielen.

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Disease-Management-Programme in der gesetzlichen Krankenversicherung: Unterschiede zwischen teilnehmenden und nicht teilnehmenden Diabetikern

2002 wurden strukturierte Behandlungsprogramme in die Versorgung gesetzlich Versicherter mit den Zielen eingeführt, die Qualität der Behandlung zu verbessern und Kosten zu sparen. Um die Wirkung solcher Programme zu evaluieren, muss untersucht werden, wie sich eingeschriebene chronisch Kranke von nicht eingeschriebenen chronisch Kranken unterscheiden. Der Artikel untersucht, inwieweit eingeschriebene Diabetiker sich hinsichtlich des Verbesserungspotentials von nicht eingeschriebenen Diabetikern unterscheiden.

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Qualitätsmanagement und Zertifizierung

Qualitätssicherung in der ambulanten Versorgung in Deutsch­land beruht derzeit auf Einzelinitiativen verschiedener Akteure. Zertifizierungen sind auch ein Mittel, das Vertrauen der Patienten zu gewinnen und den Patienten zu helfen, mit Hilfe von Informationen über die Qualität der Versorgung den richtigen Arzt zu finden. Der Artikel untersucht, die Erwartungen und Erfahrungen der Versicherten mit verschiedenen Instrumenten des Qualitätsmanagements und die Einstellungen der niedergelassenen Ärzte zu diesen Maßnahmen.

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Newsletter: Ärzte sehen informierte Patienten kritisch

Patienten informieren sich immer häufiger selbst über Krankheiten, Behandlungsmöglichkeiten oder Kassenleistungen. Bei niedergelassenen Ärzten ist dieses Verhalten umstritten, oft raten sie Patienten von einer eigenen Recherche ab. Gleichzeitig haben jedoch viele Ärzte selbst Probleme, seriöse Quellen im Internet als solche zu erkennen.

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Professionelle Pflege - Anforderungen, Inanspruchnahme und zukünftige Entwicklungen

Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Pflegebedürftigen durch die demografische Entwicklung, die Zunahme von Multimorbidität und den Anstieg gerontopsychiatrischer Erkrankungen steigen wird. Der Artikel untersucht die Anforderungen der Menschen an ihre (mögliche) Pflege und die Erfahrungen, die die Menschen selbst oder durch zu pflegende Angehörigen gemacht haben.

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Kassenwettbewerb: Motive für einen Kassenverbleib

Das GSG führte das Recht auf freie Kassenwahl ab 1996 ein. Dennoch verbleibt ein Teil der Versicherten in der alten Krankenkasse, so dass sich die Wir­kungen, die der Kassenwettbewerb mit sich bringen sollte, nicht entfalten. Der Artikel untersucht die Gruppe der Nicht-Wechsler hinsichtlich ihrer speziellen sozioökonomischen Merkmale und welche Motive diese Gruppe bei der Entscheidung für einen Verbleib in der Krankenkasse beeinflussen.

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Neue gesundheitspolitische Wertschätzung der Prävention und Gesundheitsförderung – alte Verhaltensmuster in der Bevölkerung

Prävention und Gesundheitsförderung sollen als „vierte Säule“ im Gesundheitswesen verankert werden. Der Artikel untersucht, inwieweit primär- und sekundär­präventive Verhaltensweisen bei den Versicherten beobachtet werden können, wie es zu Änderungen im Gesundheitsverhalten kommt und welche Rolle der Hausarzt dabei spielt.

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Medikamentenkonsum und Verordnungspraxis – Auswirkungen des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes

Das Gesundheitsmodernisierungsgesetz zum 1.1.2004 bringt viele Änderungen für die Arzneimittelversorgung, die zusammengenommen den Arzneimittel­markt in Bewegung gebracht haben. Der Artikel untersucht, welche Wirkungen und Neben­wirkungen des GMG auf dem Arzneimittelmarkt beobachtet werden können und welche Erfahrungen die Versicherten mit Arzneimitteln machen.

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Ärztliche Therapiefreiheit und Fortbildungspflicht – ein Widerspruch? Perspektiven und Einschätzungen aus der Ärzteschaft

Ärzte haben bisher einen großen Entscheidungsspielraum genossen, der nun durch die Anforderungen der Patienten und der Kostenträger eingeschränkt wird. Der Artikel untersucht Einstellungen und Verhalten der Ärzte im Bereich evidenzbasierte und leitliniengestützte Medizin.

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„Shared Decision Making“ – partizipative Entscheidungsfindung auf dem Weg in die Praxis

Auf gesundheitspolitischer Ebene und in der hausärztlichen Praxis wird die Umsetzung patientenzentrierter Kommunikations- und Entscheidungsmodelle vorangetrieben und vorbereitet. Der Artikel untersucht, inwiefern diese Entwicklungen sich in den Erfahrungen und Erwartungen der Versicherten und Patienten wiederspiegeln.

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Erwartungen an die mittelfristige Zukunft der Gesundheitsversorgung

 Im internationalen Vergleich des Vertrauens der Bevölkerung in Akteure, Institutionen und Eigenschaften des Gesundheitswesens blieb offen, ob es sich bei dem Befund um situationsabhängige Bewertungen oder um eine grundsätzlich eher pessi­mistische soziokulturelle Mentalität der Deutschen handelt. Der Artikel untersucht im Zeitvergleich über drei Jahre, wie sich Bewertungen des Gesundheitswesens und Erwartungen an seine zukünftige Entwicklung verändern.

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Wartezeiten für die fachärztliche Behandlung – Hinweise auf regionale Über- oder Unterversorgung

Es bestehen erhebliche regionale Unterschiede in der Versor­gungsdichte. Der Artikel untersucht, ob Über-, Unter- oder Fehlversorgung in der fachärzt­lich-ambulanten Versorgung festgestellt werden können, ob Wartezeiten hier als Indikator dienen, ob Strukturdaten zur Beurteilung der Versorgungsituation herangezogen werden können und wie Versicherte diese Unterschiede bewerten. Darüber hinaus wird versucht, die Versorgungsunter­schiede einzuordnen und sie unter dem Aspekt der Bedarfsgerechtigkeit zu hinterfragen.

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Der Hausarzt als Primärversorger und Lotse im Versorgungssystem – Stand der Praxis und Entwicklungschancen

Vor dem Hintergrund internationaler Erfahrungen soll in Deutschland die Rolle des Hausarztes weiterentwickelt werden. Der Artikel untersucht, welche Bedeutung der Hausarzt in der derzeitigen ambulanten Versorgung inne hat und wie die Versicherten mögliche Weiterentwicklungen bewerten.

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Prävention – Alltagsverhalten und Beitrag der Hausärzte

Die Bedeutung der Prävention nimmt stetig zu. Es ist aber auch klar, dass einfache Ansätze in Form von Verhaltensempfehlungen nicht immer zielführend sind und der Patient einen kompetenten Partner für seinen Weg zu mehr Gesundheit braucht. Es wird untersucht, welche Rolle der Hausarzt in der Prävention von Erkrankungen spielt.

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Zeitlicher und internationaler Vergleich des Vertrauen in Akteure, Institutionen und Eigenschaften des Gesundheitswesens

Vertrauen ist ein funktionales Erfordernis und eine wichtige gesellschaftliche Ressource der gesundheitlichen Versorgung, sowohl auf der Ebene der Arzt-Patienten-Beziehung, als auch als institutionelles Vertrauen in die Akteure der Gesundheits­versorgung (Public Trust). Der Artikel untersucht das Vertrauen in Akteure, Institutionen und Eigenschaften des Gesundheitswesens im Zeitvergleich 2002 und 2003 in Deutschland, sowie im Vergleich mit den Niederlanden, England und Wales.

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Qualität in der ambulanten Versorgung

Die Verbesserung der Qualität der Versorgung ist zentraler Diskussionspunkt der Gesundheitspolitik. Der Artikel untersucht das Spannungsfeld zwischen medizinischen Leitlinien und Patientenbedürfnissen an eine zuwendungsorientierte Behandlung. Dabei werden Patientenerfahrungen mit der fachlichen Kompetenz ihres Arztes, seinen kommu­nikativen Fähigkeiten und der Verfügbarkeit ärztlicher Versorgungsleistungen unter zeitlich-organisatorischen Gesichtspunkten untersucht.

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Partnerschaftliche Beteiligung an Therapieentscheidungen

Das Arzt-Patienten-Verhältnis wandelt sich: die Patienten vertrauen nicht mehr blind, sondern erwarten vom Arzt eine kompetente, partnerschaftliche und umfangreiche Kommunikation. Informed Decision Making ist für die Ärzteschaft ein neues Konzept, das vom bisherigen Vorgehen der Ärzte abweicht. Es wird untersucht, welche Erwar­tungen die Patienten in diesem Bereich an ihren Hausarzt haben, ob diese Erwartungen mit der ärztlichen Praxis korrespondiert und zu welchen Ergebnissen dies führen kann.

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Gesundheitliche Lage und Leistungen des Gesundheitswesens aus Sicht verschiedener Bevölkerungsgruppen

Gesundheitlichen Ungleichheiten, die das Ergebnis sozio­kultureller und ökonomischer Unterschiede sein können, sollte durch das Gesundheitswesen wirksam begegnet werden. Dieses Thema hat insbesondere durch die Neufassung des §20 SGB V an Bedeutung gewonnen. Es wird untersucht, welche gesundheitlichen Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen auftreten und welche Unterschiede in der Inanspruch­nahme medizinischer Versorgungsleistungen bestehen.

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Unterschiede und Ähnlichkeiten im Ost-West-Vergleich

12 Jahre nach dem Ende der DDR werden einstige Unter­schiede zwischen ost- und westdeutschen Bürgern zunehmend verwischt. Dennoch besteht in den ostdeutschen Bundesländern aufgrund der Erfahrungen mit einem vernetzten und integrier­ten, aber unter Mangelwirtschaft leidenden Gesundheitswesen eine andere Erwartungshaltung. Untersucht werden die Betreuungserwartungen, die Sensibilität gegenüber finanziellen Proble­men des Gesundheitswesens und die Prägung von Solidaritätsvorstellungen. Dabei wird über­prüft, ob der Einfluss der sozialen Schicht oder der Hintergrund der DDR-Erfahrungen stärker ist.

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Probleme an den Schnittstellen des Versorgungssystems

Schnittstellenprobleme zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie zwischen haus- und fachärztlicher Versorgung werden immer mehr unter dem Gesichtspunkt der Vergeudung von Ressourcen diskutiert. Die Steigerung der Effizienz von Kommunikation und Koordination wird gefordert. Das tatsächliche Ausmaß von Schnittstellen­problemen ist jedoch weitgehend unbekannt. Es wird anhand der Daten untersucht, welche Schnittstellenprobleme die Patienten wahrnehmen.

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Häufigkeit und Auswirkungen von Leistungsrationierungen im Gesundheitswesen

Die Definition von Rationierung ist bereits schwierig, aber noch schwieriger ist es, methodisch sauber das Ausmaß von Leistungsverweigerungen in Deutschland zu erheben. Es wird untersucht, welche Erfahrungen Patienten damit haben, dass ihnen Leistun­gen beim Arztbesuch vorenthalten wurden. Dabei wird versucht, die Begründungen der Ärzte zu differenzieren und zum anderen welche Auswirkungen diese Erfahrung auf die Betroffenen haben.

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Die steigende Popularität alternativer Medizin – Suche nach medizinischen Gurus und Wunderheilern?

Alternative Heilmethoden werden immer populärer. Sie ist weniger Konkurrenz, sondern eher Ergänzung der Schulmedizin. Bisherige Befragungen beschränken sich auf Naturheilmittel und Naturheilverfahren. Im Gesundheitsmonitor wird untersucht, welche Erfahrungen die Versicherten mit Alternativ- und Komplementärmedizin haben und welche Menschen diese besonders in Anspruch nehmen.

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Gestaltungsspielräume und Grenzen gesundheitspolitischer Entscheidungen in Deutschland

Gesundheitspolitik muss zwischen dem Interesse der Ver­sicherten an einer kostengünstigen Krankenversicherung und den Interessen der Leistungsan­bieter an einem angemessenen Einkommen ausgleichen. Reformen im Gesundheitswesen sind daher immer auch Verteilungskämpfe. Es wird untersucht, welche Interessenlage in den Dimen­sionen Verteilungsgerechtigkeit, Finanzierung und Umfang des Leistungsangebots auf Seiten der Versicherten herrscht.

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Qualitätsmanagement und Einzelverträge - die Position der Ärzte

Im ambulanten Bereich besteht zwar noch keine Verpflichtung zur Qualitätssicherung wie im stationären Bereich, aber dennoch gibt es viele einzelne Initiativen. Es wird untersucht, wie die niedergelassenen Ärzte zu Maßnahmen des Qualitätsmanagements stehen, welche Hindernisse sie sehen und unter welchen Bedingungen sie verschiedene Instrumente nutzen würden.

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Hausärztliche Versorgung im Wandel?

Über 90 Prozent der Deutschen haben mindestens seit 2001 einen Hausarzt; die meisten davon bleiben fünf Jahre oder länger beim selben Mediziner.

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Newsletter: Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem - beschädigt oder stabil?

Das Gesundheitswesen steht überwiegend negativ in den Schlagzeilen. Meistens geht es um Finanzierungsprobleme, insbesondere zum Ende jeden Jahres, wenn sich das Budget seiner vorzeitigen Ausschöpfung nähert. Die Krankenkassen drohen dann mit Beitragserhöhungen, die Ärzte mit partieller Einstellung der Behandlung. Zugleich werden immer neue Abrechnungsskandale aufgedeckt, die das Vertrauen der Bürger zu erschüttern drohen. Korrespondiert dieses Bild der Medien mit den Erfahrungen und Wahrnehmungen der Bürger? Schlägt es sich im Versorgungsalltag nieder? Gibt es erkennbare Anzeichen für eine Unzufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung?

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Newsletter: Private Gesundheitsausgaben - ein Blick auf die Situation "vor der Reform"

Die Ergebnisse des Gesundheitsmonitors zeigen ein differenziertes Bild der Gesundheitsausgaben von Privathaushalten. Eine breite Palette von Ausgabearten korrespondiert mit einer Vielzahl unterschiedlicher Belastungssituationen. Akute schwere Erkrankungen können vorübergehend große Löcher in die Haushaltskasse reißen, chronische Erkrankungen erweisen sich als dauerhaftes Budgetproblem. Weitere Ergebnisse finden Sie in diesem Newsletter.

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Newsletter: Shared Decision Making: Beteiligung von Patientenan medizinischen Entscheidungen

Die stärkere Beteiligung von Patienten an medizinischen Entscheidungen scheint plausibel und notwendig. So beanspruchen mittlerweile viele Patienten eine aktivere Rolle im Behandlungsprozess, angeregt durch den in den letzten Jahrzehnten gesellschaftlich gewachsenen Trend zu mehr Autonomie, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Befragungen von Bürgern und Patienten zeigen zudem, dass diese im Krankheitsfall umfassende Informationen wünschen, oft gekoppelt mit einer angemessenen Beteiligung an medizinischen Entscheidungen und der Einbeziehung ihrer eigenen Vorstellungen von Gesundheit.

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Apotheke – ein moderner Supermarkt?

Apotheken haben den Auftrag, eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen und Kunden zur Wirkungsweise, zu Wechselwirkungen und zur Anwendung von Arzneimitteln zu beraten. Allerdings nimmt in vielen Apotheken mittlerweile die Bewerbung von freiverkäuflichen Waren einen großen Raum ein. Wie nehmen Kunden und Patienten Apotheken daher wahr? Fühlen sie sich im Sinne einer qualifizierten Arzneimittelversorgung und Beratung gut aufgehoben? Oder werden Apotheken eher als Supermärkte wahrgenommen, in denen Verkauf und Umsatz im Vordergrund stehen?

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Die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen aus der Sicht der Bevölkerung

In der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU/CSU und SPD ist erneut die Verabschiedung eines Präventionsgesetzes vorgesehen. Das Gesetz soll u.a. Vorgaben zur Qualität von Präventionsangeboten machen und die Rolle der Ärzteschaft in der Prävention stärken. Doch welche Rolle spielen für die Bevölkerung Qualitätskriterien wie die Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen bei der Nutzung von Präventionsangeboten? Welchen Informationsquellen vertrauen die Bürger und von wem möchten sie beraten werden?

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Die gesundheitliche Situation von atypisch und prekär Beschäftigten

Der Anteil atypischer und prekärer Beschäftigung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Gleichzeitig hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass sich nichtreguläre Beschäftigung negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Die Studie untersucht, ob es beobachtbare Unterschiede zwischen prekär bzw. atypisch und regulär Beschäftigten im Hinblick auf ihre gesundheitliche Situation gibt.

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Psychosozialer Stress am Arbeitsplatz: Indirekte Unternehmenssteuerung, selbstgefährdendes Verhalten und die Folgen für die Gesundheit

Die heutige Arbeitswelt ist gekennzeichnet durch einen Wechsel von direkten Steuerungsformen im Sinne des „Command and Control“ hin zu indirekten, ergebnisorientierten Steuerungsformen mit Merkmalen wie flexible Arbeitszeiten, leistungsabhängige Bezahlung oder Zielvorgaben. Welche Auswirkungen diese Steuerungsformen auf das Leistungsverhalten sowie die Gesundheit von Arbeitnehmern haben untersucht die vorliegende Studie.

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Zusatzangebote in der Schwangerschaft: Sichere Rundum-Versorgung oder Geschäft mit der Unsicherheit?

Die Inhalte der ärztlichen Schwangerenvorsorge sind durch die Mutterschafts-Richtlinien geregelt. Schwangere Frauen werden jedoch oft über das darin festgelegte Maß hinaus versorgt und bekommen besonders häufig individuelle Gesundheitsleistungen angeboten. Wie groß ist das Ausmaß der Inanspruchnahme von solchen Leistungen, was sind die Gründe und inwiefern fühlen sich Frauen über Nutzen und Grenzen zusätzlicher Leistungen aufgeklärt?

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Newsletter: Ärzte und Prävention

Präventive Strategien finden nur mühsam ihren Weg in das Gesundheitssystem - wie die neuste Untersuchung des Gesundheitsmonitors belegt. Dass Vorbeugen besser ist als heilen, gehört unter den Binsenweisheiten zu den ältesten. Nur wird Heilen eben mehr betrieben als Vorbeugen. Dabei wird die Bedeutung von Gesundheitsvorsorge von niemanden bestritten: Auch niedergelassenen Ärzten, die sich vorwiegend kurativer Medizin widmen, ist die nur sehr relative Wirkung ihrer Arbeit für die Gesundheit der Bevölkerung bewusst. Trotz aller Bekenntnisse ist das gesellschaftliche Bewusstsein für Prävention noch schwach entwickelt. Der voriegende Newsletter zeigt die Schwachstellen auf und demonstriert, was anderswo besser gemacht wird.

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Newsletter: Pflege und Versorgung im Alter

Der vorliegende Newsletter "Pflege und Versorgung im Alter" stellt die Einschätzungen und Erfahrungen der Bevölkerung hinsichtlich Versorgung im Alter und Pflege dar. Im Mittelpunkt stehen folgende Leitfragen: Sind Pflege und Versorgung im Alter für die Bevölkerung überhaupt ein Thema? Wie gut fühlt sich die Bevölkerung über Pflege informiert und welche Institutionen sollen Informationen bereitstellen? Von wem erwartet die Bevölkerung im Alter Unterstützung? Wie viel ist die Bevölkerung im Durchschnitt bereit, für Pflegeleistungen zu zahlen? Welche eigenen Erfahrungen mit der Pflege liegen vor?

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Newsletter: Elektronische Gesundheitskarte und moderne Kommunikationstechnologien

Ob elektronische Gesundheitskarte, elektronische Patientenakte, elektronisches Rezept oder Gesundheitsinformationsportale im Internet - moderne Informations- und Kommunikationstechnologien sollen zu qualitativ hochwertiger Versorgun und zu mehr Effektivität und Effizienz im Gesundheitswesen beitragen. Strenge Datenschutzregeln und Passwörter sollen dabei sicherstellen, dass vertrauliche Gesundheitsdaten nicht in die Hände von Fremden gelangen. Soweit die schöne Theorie - in der Praxis herrscht jedoch häufig noch Skepsis gegenüber elektronischen Dokumentationssystemen vor. Im Vordergrund des vorliegenden Newsletters stehen die Bekanntheit der eGK sowie die Akzeptanz und Bereitschaft zur Speicherung von Daten. Zusätzlich wurden Bedenken der Versicherten hinsichtlich des Datenschutzes abgefragt.

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Newsletter: Arzneimittelverbracuh und Arzneimittelausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Es wird immer mehr verschrieben, mehr gekauft, mehr bezahlt: Während die Gesundheitskosten unter dem Strich von der gern beschworenen "Explosion" weit entfernt sind, droht bei den Ausgaben für Arzneimittel tatsächlich fast überall ein Anstieg. Regierungen reagieren darauf - je nach politischer Ausrichtung, nationaler Tradition oder den Eigenheiten des jeweiligen Gesundheitssystems - mit einem unterschiedlichen Mix von Maßnahmen. Die einzelnen Elemente der Kostendämpfungspakete aber gleichen einander. Auch der deutsche Gesetzgeber versucht bereits seit einigen Jahren, die Arzneimittelausgaben für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu senken bzw. den rasanten Anstieg zumindest zu bremsen. Der Newsletter "Arzneimittelverbrauch und Arzneimittelausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung" widmet sich diesem Thema.

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Newsletter: Übergewicht und Adipositas: Fakten zur neuen deutschen Präventions-Debatte

Pressemeldungen und wissenschaftliche Studienergebnisse über die zunehmende Bedeutung von Übergewicht und Adipositas häuften sich bis vor kurzem vorwiegend jenseits des Atlantik oder Ärmelkanals. Von dort kamen auch Berichte über stets neue Gegenstrategien: Die "Lebensmittel-Ampel" auf Ernährungsprodukten, gesundes Schulessen, Werbeverbote im Kinderfernsehen, Volksläufe und auch die operative Magenverkleinerung. Eine - wie wir in einem Beitrag zeigen - sehr oberflächliche Datensammlung über die Verbreitung von Übergewicht in den EU-Ländern und daraus abgeleitete Schlagzeilen ("Deutsche sind die dicksten Europäer") brachten dann jedoch auch in Deutschland eine neue Präventionsdebatte ins Rollen. Der vorliegende Newsletter liefert einen Überblick über die nationalen und internationalen Daten zur Häufigkeit und Verteilung von Übergewicht und Adipositas sowie eine Analyse zu deren zeitlichen Entwicklung.

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Newsletter: Mehr Transparenz über die Qualität der ambulanten medizinischen Versorgung

Transparenz ist zu einem wichtigen Begriff in der deutschen Gesundheitspolitik geworden. Versicherte sollen mehr Einblicke in die Strukturen und Abläufe des Gesundheitswesens erhalten und sich "im Dschungel" der Anbieter und Institutionen besser orientieren können. Transparenz heißt aber auch , dass mehr Informationen über die Qualität der medizinischen Versorgung verfügbar sind. Eng verknüpft mit der Frage, wie gut (oder weniger gut) einezlne Mediziner in der Patientenversorgung arbeiten und wer im Bedarfsfall die optimale beziehungsweise den individuellen Bedürfnissen entsprechende Versorgung anbietet. Der vorliegende Newsletter beleuchtet die Einschätzungen und Erfahrungen der Bevölkerung hinsichtlich der Qualitätstrazparenz im deutschen Gesundheitswesen und konzentriert sich dabei auf die ambulante Versorgung.

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Newsletter: Hausärztliche Versorgung: Die Bedeutung einer festen Anlaufstelle im Versorgungssystem

Das Hausarztmodell: Für die einen ist es die Zukunft der ambulanten Versorgung, die für mehr Versorgungsqualität und eine bessere Koordination ärztlicher Leistungen steht. Andere bezweifeln Qualitätsgewinne ebenso wie Kostensenkungen und sehen die Interessen mündiger Patienten an der freien Arztwahl missachtet. Dass Zweifel bei der heutigen Ausgestaltung der Modelle aufkommen können, dafür finden sich erste Hinweise in den Daten das Gesundheitsmonitors. Die Daten zeigen aber auch: Die Patienten bewerten - ganz unabhängig vom Hausarztmodell der GKV - einen Hausarzt als "feste Anlaufstelle" positiv. In diesem Newsletter stellen wir die grundsätzlichen Effekte einer engen Bindung des Patienten an seinen Hausarzt in den Mittelpunkt - und blicken auf innovative Beispiele für die Ausgestaltung der Primärversorgung in anderen Ländern.

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Newsletter: Prävention: Verhaltensrisiken werden erkannt, Verhaltensänderungen sind eher die Ausnahme

In der gesundheitspolitischen und wissenschaftlichen Diskussion steht das Thema Prävention seit langem auf der Agenda. Die Kritik des Sachverständigenrates an der mangelnden Präventionsorientierung des deutschen Gesundheitssystems oder das Gutachten Kölner Gesundheitsökonomen mit dem Fazit, "dass die Situation zum Nachweis von Effektivität in Prävention und Gesundheitsförderung auch im internationalen Umfeld in etwa den Stand der kurativen Medizin von vor 25 Jahren aufweist", sind nur zwei von sehr vielen Beiträgen, die auf Defizite in der Forschung und gesundheitspolitischen Umsetzung der Prävention aufmerksam gemacht haben. Angeregt durch Aufsehen erregende Befunde epidemiologischer Studien oder einschneidende gesetzliche Interventionen geriet das Thema Prävention in der letzten Zeit jedoch immer häufiger auch in die Schlagzeilen der deutschen Massenmedien. Vor diesem Hintergrund befasst sich dieser Newsletter mit folgenden Fragestellungen:

  • Zeigt sich in den Daten, dass das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen ist und wie verbreitet ist derzeit ein konsequent gesundheitsbewusster Lebensstil?
  • Findet man bei Risikogruppen ein höheres Maß an Selbstkritik, oder salopper formuliert: Haben diese Gruppen ein schlechtes Gewissen wegen ihres Gesundheitsverhaltens?
  • Gibt es eine Präventionsbarriere, die auf Deutungsmustern und Laientheorien zur Krankheitsverursachung basiert - werden Krankheitsrisiken eher anderen Ursachen zugeschrieben als Faktoren wie Rauchen, Ernährung und Bewegungsmangel?
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Bandscheibenoperationen: Patientenerfahrungen, Indikationsqualität und Notfallkodierung

2014/2015 sind mindestens 8.400 Patienten ohne Not an der Bandscheibe operiert worden. Mehr Zweitmeinungen als möglicher Lösungsansatz.

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Kieferorthopädische Behandlung aus der Perspektive junger Patienten und ihrer Eltern

Deutschlands Kinder und Jugendliche sind Weltmeister im Zahnspange tragen. Medizinisch ist das oft jedoch gar nicht notwendig.

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Die Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs – Erfahrungen und Informationsbedürfnisse der Versicherten zwölf Jahre nach ihrer Einführung

80 Prozent der Befragten haben schon eine Darmspiegelung gemacht – 94 Prozent davon wollen erneut zur Vorsorgeuntersuchung gehen.

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