gesundheitsmonitor
Das Gesundheitssystem aus Sicht der Bürger

Prävention und Gesundheitsförderung im Alter

Gesundheit im Alter umfasst das Fehlen von Krankheiten, einen optimalen funktionalen Status, eine aktive und gelungene Lebensgestaltung, die Bewäl­tigung von Belastungen und Krisen und eine funktionierende medizinische und soziale Unter­stützung. Präventionsziele sind daher die Vermeidung von Erkrankungen, die Erhaltung der Unabhängigkeit und der selbstbestimmten Lebensgestaltung, die Vermeidung von psychischen Belastungen und die Aufrechterhaltung von sozialer und medizinischer Unterstützung. Der Artikel untersucht, in welchen Bereichen gesundheitliche Prävention im Alter von politischer Steuerung begleitet werden kann.

 

Die Ergebnisse der Befragung zeigen: Die subjektive Einschätzung des Gesundheitszustandes variiert stark mit dem Alter. Mit Ausnahme von Asthma leiden ältere Menschen häufiger an verschiedenen chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Gelenkverschleiß, Gelenkerkrankungen, etc. 34 Prozent der Befragten über 45 Jahre geben an, keinen Sport zu treiben; bei den jüngeren sind dies nur 25 Prozent. Im Alter wird häufiger „sanfter“ Sport wie Wandern oder Spazierengehen betrieben. Im Bereich Ernährung fällt auf, dass Ältere ein deutlich höheres Bewusstsein für gesunde Ernährung haben; sie verzichten auch häufiger auf Alkohol- und Tabakkonsum. Sie nehmen auch häufiger vorbeugende ärztliche Kontrollen in Anspruch. Bei verschiedenen chronischen Erkrankungen, aber auch beim Bewegungs- und Ernährungsverhalten lässt sich ein sozialer Gradient beob­achten. Die soziale Ungleichheit von Gesundheitschancen kumuliert im Alter.

Maßnahmen der Prävention sollten sich auf funktionelle Einschränkungen, drohenden Verlust der körperlichen und mentalen Fitness und Probleme der sozialen Integration beziehen. Die Ergebnisse des Gesundheitsmonitors legen nahe, dass rechtzeitig einsetzende Vorsorgeuntersuchungen notwendig sind und gerade jüngere Menschen hier stärker einbezogen werden sollten, dass Handlungsbedarf im Bereich körperlicher Aktivität von Älteren besteht und dass soziale Ungleichheit im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung eine große Rolle spielt.