gesundheitsmonitor
Das Gesundheitssystem aus Sicht der Bürger

Informationssuche

Illustration zum Themenschwerpunkt Informationssuche
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Informierte Patienten sind zufriedener und gesünder

Internationale Studien zeigen, dass Bürger mit schlechter Gesundheitskompetenz häufiger an chronischen Erkrankungen leiden, öfter starke Schmerzen haben und früher sterben. Aber wie sieht es in Deutschland aus? Wie gut sind Versicherte und Patienten zu Gesundheitsthemen informiert? Wo suchen Bürger Informationen zu Gesundheitsthemen? Wo bekommen sie nützliche Informationen und welchen Quellen vertrauen die Bürger? Diesen Themen widmet sich der Gesundheitsmonitor.

Gesundheitswissen ist oft mangelhaft

Die Deutschen informieren sich über Gesundheitsthemen vor allem in kostenlosen Apotheken und Kassenzeitschriften, in Tageszeitungen oder direkt beim Arzt. Auch das Internet spielt eine zusehends größere Rolle.

Trotzdem sind viele Patienten unzureichend informiert, z.B.

  • über die Risiken von Vorsorgeuntersuchungen
  • über ihre Patientenrechte
  • über spezielle Erkrankungen wie Demenz
  • über mögliche Absicherungen für den Pflegefall.

Deshalb erhebt der Gesundheitsmonitor seit 2001 Daten zum Wissensstand der Bevölkerung und den vorhandenen Informationsdefiziten.

Bürger vertrauen Verbraucherzentralen und unabhängigen Patientenberatungsstellen

In medizinischen Fragen bleibt der Arzt der erste Ansprechpartner, auch wenn das Internet hier zusehends an Bedeutung gewinnt.  Bei Beschwerden und Widersprüchen sind unabhängige Stellen als Beratungsquelle von hoher Bedeutung, ebenso bei Fragen zur Organisation der Pflege eines Angehörigen oder der Überprüfung eines Bescheids von der Krankenkasse. Der Gesundheitsmonitor liefert differenzierte Analysen dazu, wie groß der Einfluss von verschiedenen Faktoren auf Informationsstand und Wissen ist, wie beispielsweise

  • Bildung
  • Alter
  • Einkommen
  • Schichtzugehörigkeit
  • Gesundheitszustand
  • Kassenzugehörigkeit (gesetzlich versus privat versichert)

Ausgewählte Studien

Evidenzbasierte Medizin und Qualitätssicherung medizinischer Leistungen: Erfahrungen und Einschätzungen der Bürger

Das Ziel evidenzbasierter Medizin ist es, medizinische Entscheidungen im Sinne des Patienten zu verbessern. Damit Patienten anstehende Therapieentscheidungen gemeinsam mit ihrem Arzt treffen können, müssen sie jedoch über eine ausreichende Gesundheitskompetenz verfügen. Die Studie untersucht die Gesundheitskompetenz deutscher Bürger.

Gegenwärtig sind diagnostische und therapeutische Leistungen, die für die Patienten keinen Nutzen beinhalten, Teil des medizinischen Alltags. Die Beteiligung informierter Patienten an Behandlungsentscheidungen könnte die bedarfsgerechte Versorgung verbessern und eine Über-, Fehl- und Unterversorgung zurückdrängen. Die aktuelle Dominanz der Anbieterinteressen im Versorgungssystem könnte so durch eine Beteiligung der Nutzer des Gesundheitssystems - Bürger, Versicherte und Patienten - ausgeglichen werden. Dies setzt allerdings voraus, dass die Bürger über eine ausreichende Gesundheitskompetenz verfügen.

Für Deutschland liegen umfassende Studien zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung bislang nicht vor. Diese Lücke schließt dieser Beitrag des Gesundheitsmonitors. Die Experten analysierten bei 1778 Versicherten verschiedene Aspekte zur Gesundheitskompetenz: Wie gut können Patienten medizinische Risiken einschätzen und somit bewusste Entscheidungen für die eigene Behandlung treffen?

Die Ergebnisse des Gesundheitsmonitors dokumentieren eine insgesamt skeptische Haltung der Bevölkerung gegenüber der medizinischen Versorgung in Deutschland, die zu denken gibt: Etwa 90 Prozent der Befragten vermuten, dass ambulant tätige Ärzte unnötige und überflüssige Leistungen erbringen. Besonders bei den sogenannten Selbstzahlerleistungen (IGeL) sind die Patienten skeptisch. Ein Teil der Befragten war sogar der Meinung, dass Ärzte Leistungen erbringen, die den Patienten schaden. Das Vertrauen der Befragten darin, dass Ärzte die eigenen Interessen dem Patientenwohl unterordnen, erscheint somit erschreckend gering. Außerdem glaubten die meisten Befragten, dass Ärzte medizinische Entscheidungen hauptsächlich vor dem Hintergrund ihrer Erfahrung und ihres Bauchgefühls träfen und nicht im Sinne einer evidenzbasierten Medizin. Den Begriff »Leitlinie« kannte folglich vor der Befragung gerade einmal jeder Vierte. Allerdings befürworten viele Befragte weitergehende Regelungen zur ärztlichen Qualitätskontrolle. Regelmäßige Kontrollen der Fachkenntnisse und obligatorische Fortbildungen unterstützen jeweils mehr als 90 Prozent.

Die Analyseergebnisse machen deutlich, dass die Interessen der Patienten in medizinischen Entscheidungssituationen zukünftig noch stärker berücksichtigt und gefördert werden müssen. Eine partnerschaftliche Entscheidungsfindung als Teil des medizinischen Alltags ist nicht nur im Sinne der Patienten. Gemeinsame Therapieentscheidungen können einer effizienten und bedarfsgerechten Versorgung dienen. Damit eine solche Arzt-Patienten-Beziehung auf Augenhöhe entstehen kann, ist es allerdings dringend erforderlich, die Gesundheitskompetenz der Bürger zu fördern. Denn nur dann können Patienten Leistungen ablehnen, die sie - vorausgesetzt sie sind gut informiert - gar nicht erhalten möchten. 

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Beurteilungskriterien für die Auswahl einer Pflegeeinrichtung

Für viele Ältere und ihre Angehörigen stellt sich irgendwann die Frage nach der richtigen Pflege im Alter. Eine transparente Darstellung von Leistung und Qualität der Pflegeeinrichtungen hilft den Betroffenen bei ihrer Entscheidung. Der Beitrag ermittelt nach welchen Kriterien die Bevölkerung die Qualität von Pflegeeinrichtungen beurteilt.

Seit 2009 können sich Interessierte im Internet über die Qualität der Pflege anhand der Berichte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) informieren. Mit dieser bundesweiten Transparenzinitiative soll die Qualität pflegerelevanter Informationen für die interessierte Öffentlichkeit sichtbar und vergleichbar gemacht werden. Umstritten ist jedoch, ob die dort dargelegten Informationen überhaupt den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen. Welche Informationen wünschen sich Interessierte, die für sich oder einen Angehörigen eine Pflegeeinrichtung aussuchen möchten und welche Qualitätsindikatoren sind für sie relevant?

Der Beitrag "Beurteilungskriterien für die Auswahl einer Pflegeeinrichtung" analysiert die Bedürfnisse und Anforderungen der direkt oder indirekt Betroffenen bei der Auswahl eines Pflegeheims. Zugleich ermitteln die Expertem die Bekanntheit der Pflegetransparenzberichte und prüfen anhand der Befragungsergebnisse ob diese dem Informationsbedarf der Bevölkerung gerecht werden.

Die repräsentative Umfrage des Gesundheitsmonitors belegt: Für den Fall, dass sie eine Pflegeeinrichtung für sich oder Angehörige auswählen müssen, verlässt sich eine Mehrheit von 83 Prozent lieber auf den persönlichen Eindruck als auf Informationsmaterialien. Darauf folgt die Empfehlung von Ärzten (59 Prozent) oder Verwandten (58 Prozent) und die Suche nach Informationen im Internet (44 Prozent) oder bei Beratungsstellen (38 Prozent). Bevorzugte Informationsquellen zur Qualität von Pflegeeinrichtungen sind unabhängige Organisationen. Verbraucherschutzorganisationen wie die Stiftung Warentest liegen an erster Stelle, gefolgt vom TÜV und den Pflege- und Krankenkassen. Die Qualitätsberichte des MDK hatten zum Zeitpunkt der Umfrage bereits einen überraschend hohen Bekanntheitsgrad: Insgesamt gaben 41 Prozent der im Jahr 2011 Befragten an, von den Pflegetransparenz-berichten schon einmal gehört zu haben. Etwa die Hälfte hatte sich auch schon einmal einen Bericht angeschaut.

Die weiteren Befragungsergebnisse zeigten allerdings, dass die Inhalte der Berichte wenig dem Informationsbedürfnis der Bevölkerung nachkommen. Pflegefachliche Kriterien und Ergebnisse wie sie in den Qualitätsberichten angeboten werden,  sind den Befragten weitaus weniger wichtig als gemeinhin angenommen wird. Stattdessen zählen aus Sicht der Bevölkerung besonders personalbezogene Qualitätskriterien: Unter den zehn am wichtigsten beurteilten Auswahlkriterien rangierten der respektvolle Umgang mit den Pflegebedürftigen, die Freundlichkeit, Anzahl und Qualifikation der Pflegekräfte sowie die vorhandene Zeit für die Pflege und persönliche Zuwendung besonders weit vorn. Um der Bevölkerung in Zukunft vergleichende Informationen über die Qualität der Pflegeeinrichtungen an die Hand zu geben, die diese auch nutzen kann, sollten Aspekte der persönlichen Zuwendung und einer guten menschlichen Betreuung stärker berücksichtigt werden.

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Gesundheitsfragen - Information und Wissen der Bürger

Das Thema Patienteninformation hat in den vergangenen Jahren verstärkt Eingang in die Gesundheitspolitik gefunden und hat die Liste der Forschungsprojekte und Angebote deutlich erweitert. Der Beitrag ermittelt die Informiertheit und den Wissensstand der Bevölkerung hinsichtlich des Gesundheits- und Versorgungssystems und zeigt, inwieweit diese Informationen als verbesserungswürdig einzustufen sind.

Zwar zeigen Forschungsergebnisse, dass informierte Patienten zufriedener und weniger belastend für das Versorgungssystem sind, dennoch wird der „informierte Patient“ zur Lösung von Problemen im Gesundheitswesen selten herangezogen. Patienten fehlt es dabei insbesondere an grundlegenden Kenntnissen wie das Wissen über Patientenrechte, Beratungs- und Informationsmöglichkeiten zu Therapien, über „IGeL“ und „Generika“. Dennoch sieht das vorherrschende Konzept es vor, dem Patienten eher möglichst viele Detailinformationen über Krankheitsursachen/-symptome, Therapieformen o. Ä. zur Verfügung zu stellen. Gerade die Wissensdefizite über Rahmenbedingungen schränken jedoch präventiv und kurativ orientierte Verhaltensoptionen ein.

Der Beitrag analysierte verschiedene Aspekte zum Informationsverhalten, Wissensstand und Handlungsroutinen sowie zum Kenntnisstand über Leistungen, die beim Arztkontakt eine Rolle spielen können (IGeL, Patientenquittung, Arzthonorare). Auch miteinbezogen wurde der Wissensstand über den Nutzen und die Risiken von Früherkennungsmaßnahmen sowie Meinungen über Generika und Internetapotheken.

Aus den Ergebnissen des Gesundheitsmonitors lässt sich für das Angebot an Patienteninformationen insgesamt ein mangelhaftes Zeugnis herauslesen. Die vorhandenen Informationen bestehen zu 90 Prozent aus für Laien aufbereitetem medizinischem/naturwissenschaftlichem Wissen und vernachlässigen im Gegenzug die Förderung des Verständnisses des Gesundheitssystems. Hierfür im Internet vorhandene Informationen sind Mangelware und zudem eher für Mediatoren und Funktionsträger konzipiert als für Laien. Auch im Rahmen des Gesundheitsmonitors gestellte Fragen sind teils mangelhaft bis hin zu ungenügend beantwortet worden. Eine überaus große Zahl von „weiß nicht“-Antworten ist hierfür ein erster Indikator. So antworteten beispielsweise 35 bis 55 Prozent mit „weiß nicht“ bei Fragen zu IGeL. Besonders deutlich werden Wissenslücken insbesondere beim Thema „Nutzen und Risiken von Früherkennungsuntersuchungen“: In diesem Fall ist nur jeder Siebte als kompetent einzustufen. Selbst Versicherte mit persönlichen Erfahrungen mit Früherkennungsuntersuchungen haben sich häufig im hohen Maße geirrt. Neben unzureichender Publikationsaktivität der Wissenschaft scheint somit auch ein massives Versagen in der ärztlichen Praxis vorzuliegen.

Weiter zeigen die Ergebnisse, dass das Informationsverhalten der Versicherten einen wesentlichen Einfluss darauf hat, wie hoch der Kenntnisstand ist. So irren beispielsweise Befragte, die sich eher selten im Internet und in Büchern Gesundheitsinformationen einholen, unabhängig vom Bildungsstatus häufiger und haben größere Wissenslücken. Eine gegenläufige Tendenz zeigen die Ergebnisse für die Personen, die ihren Arzt sehr häufig als Informationsquelle nutzen: Sie weisen größere Wissenslücken auf.

Basierend auf den Ergebnissen der Studie zeigt sich, dass Wissen durch Medien und Formen der Berichterstattung beeinflussbar ist. Während in diesem Zusammenhang die Informationspolitik von Krankenkassen überprüft werden sollte, scheint hinsichtlich der Patienteninformationen im Internet hier vor allem eine Erweiterung des Gestaltungsauftrags notwendig um dem begrenzten Wissen zu begegnen. Zudem sollte eine stärkere Evidenzbasierung angestrebt werden.

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Weitere Studien im Bereich Informationssuche

Was erwarten die potenziellen Patienten vom Krankenhaus?

Patienten brauchen entscheidungsrelevante Informationen um die richtige Krankenhauswahl treffen zu können. Die Studie analysiert welche Kriterien die Krankenhauswahl beeinflussen und welche Informationen sich die Betroffenen wünschen.

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Einflussfaktoren auf den Geburtsmodus: Kaiserschnitt versus Spontangeburt

Die Kaiserschnittrate in Deutschland steigt seit Jahren. Welche Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Schnittentbindung und wie beurteilen die Entbindenden die geburtshilfliche Betreuung? Die Studie analysiert die subjektive Perspektive von jungen Müttern auf das Versorgungsgeschehen rund um den Kaiserschnit.

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Antibiotikaanwendung bei Kindern - Theorie und Praxis

Antibiotika sind die am häufigsten verordneten Wirkstoffe im ambulanten Bereich. Seit Jahren führt der intensive unkritische Gebrauch zur zunehmenden Entwicklung von Resistenzen, die eine Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen. Die Studie untersucht, wie die alarmierende Über- und Fehlversorgung bei Kindern vermieden werden kann.

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Interventionelle Therapie bei Rückenschmerz

Rückenschmerzen zählen zu den klassischen Volkskrankheiten. Als schnelle Abhilfe für Patienten mit starken Schmerzen wird häufig die interventionelle Therapie eingesetzt. Der Beitrag diskutiert die umstrittene Spritzentherapie in einer Patientenbefragung.

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Inanspruchnahme von Angeboten zur Bewältigung chronischer Erkrankungen und dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigungen

Ältere Menschen leiden besonders häufig an chronischen Krankheiten. Angebote zur Bewältigung chronischer Erkrankungen helfen Betroffenen mit den Krankheitsfolgen zu leben. Entsprechen die aktuellen Angebote den Bedürfnissen der Patienten oder gibt es Handlungsbedarf von Seiten der Gesundheitspolitik?

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Arztsuche im Internet

Für die richtige Arztwahl nutzen immer mehr Menschen das Internet. In Arztbewertungsportalen werden Ärzte von Patienten für Patienten bewertet. Wie zukunftsträchtig ist die Entwicklung zur internetbasierten Arztbewertung aus Sicht der Patienten?  

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Einrichtungen zur Patienten- und Verbraucherberatung: Bedarf und Nutzung

Eine gute Patientenberatung stärkt die Position der Patienten und Verbraucher im Gesundheitswesen. Das Angebot hochwertiger Informations- und Beratungsangebote ist vielfältig, jedoch für Laien häufig unübersichtlich. Der Beitrag untersucht die Qualität der Beratungsangebote aus Sicht der Bevölkerung.

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Newsletter: Zweitmeinungen: Inanspruchnahme und Nachfrage aus Sicht der Bevölkerung

Drei von vier Befragten ändern ihre Entscheidung nach Einholen einer zweiten ärztlichen Meinung.

89 Prozent der Deutschen schätzen die Möglichkeit, eine ärztliche Zweitmeinung einholen zu können. Diejenigen, die schon einmal einen zweiten Arzt hinzugezogen haben, vertrauen diesem auch meist: 72 Prozent änderten daraufhin ihre Entscheidung. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Befragung des Gesundheitsmonitors. Diese ergab darüber hinaus, dass ein Drittel der Befragten schon mal darüber nachgedacht haben, das Angebot einer Zweitdiagnose zu nutzen, circa ein Viertel hat es tatsächlich wahrgenommen. Welchen Stellenwert Zweitmeinungen haben, wird auch dadurch deutlich, dass viele Bürger unter Umständen sogar selbst dafür bezahlen würden.

"Etwa ein Viertel der Bevölkerung hat bereits konkrete Erfahrungen mit Zweitmeinungen gemacht."
Prof. Dr. Max Geraedts (Universität Witten/Herdecke), einer der Studienautoren


Die Hälfte der Patienten würde für eine Zweitmeinung zahlen

Durch die wachsende Zahl von Operationen mit fraglichen Indikationen in Deutschland ist auch die Bedeutung ärztlicher Zweitmeinungen gestiegen. Insbesondere bei schweren Diagnosen wie z. B. Krebs oder Herz- und Gefäßerkrankungen erachten die Befragten eine Zweitmeinung als wichtig. Diejenigen, die eine zweite Meinung eingeholt haben, begründen dies vorwiegend mit ihrer Unsicherheit hinsichtlich der Entscheidung (53 %) oder mit schlechten Erfahrungen bei früheren Untersuchungen bzw. Behandlungen (43 %). Gefragt nach der Kostenübernahme für eine ärztliche Zweitmeinung, sind 54 Prozent der Befragten grundsätzlich bereit, anteilig dafür zu bezahlen. Jedoch gibt es diesbezüglich klare Unterschiede zwischen den sozialen Schichten. Oberschichtangehörige und Privatversicherte würden am ehesten Kosten aus eigener Tasche mittragen.

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Gesundheitskompetenz: eine unterbelichtete Dimension sozialer Ungleichheit

Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit des Einzelnen im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Doch wie ausgeprägt ist diese Fähigkeit in der Bevölkerung? Die Studie untersucht das medizinische und gesundheitliche Basiswissen der Bevölkerung und analysiert in welchen Bevölkerungsgruppen besonders markante Wissensdefizite anzutreffen sind und welchen Einfluss die Medien haben.

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Informationsbedarf und Informationssuchverhalten bei der Arztsuche

Freundlich, kompetent, verständnisvoll... Bei der Suche des Haus- oder Facharztes gibt es viele Auswahlkriterien. Doch welche sind besonders wichtig und welche Informationsquellen können genutzt werden? Die Studie beschäftigt sich mit dem konkreten Informationsbedarf bei der Suche nach einem ambulant tätigen Arzt.

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Rabattverträge bei Medikamenten: Erfahrungen der Patienten

Seit April 2007 hat sich der Arzneimittelmarkt durch die Einführung von Rabattverträgen zwischen Krankenversicherungen und pharmazeutischen Unternehmen grundlegend gewandelt. Für Patienten bedeutet dies häufig einen Medikamentenwechsel. Welche ersten Erfahrungen die GKV-Versicherten mit Rabattverträgen gemacht haben und wie die grundlegende Einstellung zu diesem neuen Instrumentarium ist, untersucht dieser Artikel.

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Transparenz in der ambulanten Versorgung: Patienten auf der Suche nach einem "guten Arzt"

Etwa Siebzehntausendmal am Tag stellen sich Bürger in Deutschland die Frage nach dem richtigen Haus- oder Facharzt. Viele Patienten fühlen sich bei der Arztsuche nicht ausreichend informiert. Der Beitrag untersucht, wie die Arztsuche für die Patienten erleichtert werden kann.

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Einstellung und Informationsstand zur Früherkennung: Informiert und doch getäuscht?

Viele Versicherte entscheiden sich gegen die Teilnahme an den Gesundheits- und Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkasse. Verbirgt sich hinter dem geringen Zuspruch eine informierte Risiken-Nutzen-Abwägung oder mangelnde Information? Der Beitrag untersucht Einstellung und Kenntnisstand der Bürger zum Thema Früherkennung.

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Barrieren für einen Wechsel der Krankenkasse: Loyalität, Bequemlichkeit, Informationsdefizite?

Seit 1996 können Versicherte frei entscheiden, welcher gesetzlichen Krankenkasse sie beitreten möchten­. Dennoch ist ein Kassenwechsel bei deutschen Versicherten selten. Ist ein Großteil der Versicherten mit ihrer Krankenversicherung zufrieden oder wirken Wechselbarrieren gegen den Krankenkassenwechsel?

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Auf der Suche nach der Zielgruppe - Das Informationsverhalten hinsichtlich Gesundheit und Krankheit als Grundlage erfolgreicher Gesundheitskommunikation

Das Interesse an Gesundheitsinformationen in der Bevölkerung ist groß. Dabei sucht nicht jeder Versicherte die gleichen Informationen auf die gleiche Weise. Wie könnte eine zielgruppengerechte Gesundheitskommunikation aussehen?

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Newsletter: Ärzte sehen informierte Patienten kritisch

Patienten informieren sich immer häufiger selbst über Krankheiten, Behandlungsmöglichkeiten oder Kassenleistungen. Bei niedergelassenen Ärzten ist dieses Verhalten umstritten, oft raten sie Patienten von einer eigenen Recherche ab. Gleichzeitig haben jedoch viele Ärzte selbst Probleme, seriöse Quellen im Internet als solche zu erkennen.

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Neue gesundheitspolitische Wertschätzung der Prävention und Gesundheitsförderung – alte Verhaltensmuster in der Bevölkerung

Prävention und Gesundheitsförderung sollen als „vierte Säule“ im Gesundheitswesen verankert werden. Der Artikel untersucht, inwieweit primär- und sekundär­präventive Verhaltensweisen bei den Versicherten beobachtet werden können, wie es zu Änderungen im Gesundheitsverhalten kommt und welche Rolle der Hausarzt dabei spielt.

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Auf der Suche nach gesundheitlicher Information und Beratung: Befunde zum Wandel der Patientenrolle

Das Arzt-Patienten-Verhältnis gerät immer mehr unter Druck: Die Ansprüche und das Wissen der Patienten nehmen zu. Die Patienten haben einen immer größeren Informations- und Beratungsbedarf. Der Artikel untersucht das Interesse an gesund­heits- und krankheitsbezogenen Informationen, Themen und Medien. Darüber hinaus wird beleuchtet, vor welchem Hintergrund Patienten nach Informationen suchen.

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Newsletter: Der informierte Patient - Hinweise zum praktischen Nutzen seines Wissensin der ambulanten Versorgung

Das Interesse an gesundheitsbezogenen Informationen ist groß. Knapp die Hälfte aller Bürger (46 Prozent) versucht nach eigenen Angaben Informationen insbesondere zu Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten zu bekommen. Frauen sind nach den vorliegenden Befragungsergebnissen interessierter als Männer, ältere Personen interessierter als jüngere. Der eigene Gesundheitszustand erweist sich als tragendes Motiv.

Doch wie steht es um den praktischen Nutzen dieser Wissensaneignung? Hilft sie, im Bedarfsfall den angemessenen Zugang, das optimale Leistungsangebot in der ambulanten Versorgung zu finden? Versetzt sie Patienten in den Stand, dem Arzt als aufgeklärter Gesprächspartner zu begegnen? Und wie reagieren Ärzte wiederum derartige Emanzipationsbemühungen?

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Newsletter: Elektronische Gesundheitsinformationen, oder: Wofür nutzen Versicherte das Internet?

Der aktuelle Newsletter zeigt Auswertungen zum Thema "Internet-Nutzung und Gesundheitsinformationen" und lässt etwa 3.000 Befragte aus allen Altersgruppen zu Wort kommen. Unsere Vorstellungen darüber, woher sich Versicherte Informationen zum Thema Gesundheit beschaffen, erstreckten sich auf auf einige Hauptbereiche wie beispielsweise Erkrankungen, Diagnosen und Therapien, Heilmethoden und Behandlungen oder Fragen zu Krankenkassen. Der Gesundheitsmonitor kann mit aktuellen Zahlen zu diesen Themen eine belastbare Informationsbasis liefern. Anhand der Auswertungen lässt sich konkret zeigen, welche Themen die Versicherten interessieren.

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Erst mal Doktor Google fragen? Nutzung Neuer Medien zur Information und zum Austausch über Gesundheitsthemen

Die neuen Medien bieten eine Fülle an Möglichkeiten, sich über Gesundheitsthemen zu informieren, sich mit anderen auszutauschen und flexibel sowie unabhängig von Ort und Zeit mit Leistungserbringern in Kontakt zu treten. Doch welchen Stellenwert haben Online-Medien als Informationsquelle für die deutsche Bevölkerung? Wer nutzt Internet und Co. und welche Ziele werden damit verfolgt?

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Gesundheit – ein käufliches Produkt? Meinungen und Erfahrungen der Bevölkerung

Obwohl oder gerade weil für den Großteil der deutschen Bevölkerung eine ganzheitliche gesunde Lebensweise im Sinne der traditionellen Risikofaktorentheorie gar nicht oder nur begrenzt umsetzbar ist, wurden in den letzten Jahren immer mehr Produkte mit dem Label „Gesundheit“ vermarktet. Vor allem der Ernährungssektor, aber auch eine Vielzahl an wellnessorientierten Freizeitangeboten werben mit dem Versprechen, die Gesundheit zu erhalten oder zu verbessern. Wer sind die Konsumenten und welche Motivation steht hinter dem Konsum, bzw. der Inanspruchnahme solcher Angebote?

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Newsletter: Pflege und Versorgung im Alter

Der vorliegende Newsletter "Pflege und Versorgung im Alter" stellt die Einschätzungen und Erfahrungen der Bevölkerung hinsichtlich Versorgung im Alter und Pflege dar. Im Mittelpunkt stehen folgende Leitfragen: Sind Pflege und Versorgung im Alter für die Bevölkerung überhaupt ein Thema? Wie gut fühlt sich die Bevölkerung über Pflege informiert und welche Institutionen sollen Informationen bereitstellen? Von wem erwartet die Bevölkerung im Alter Unterstützung? Wie viel ist die Bevölkerung im Durchschnitt bereit, für Pflegeleistungen zu zahlen? Welche eigenen Erfahrungen mit der Pflege liegen vor?

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Newsletter: Mehr Transparenz über die Qualität der ambulanten medizinischen Versorgung

Transparenz ist zu einem wichtigen Begriff in der deutschen Gesundheitspolitik geworden. Versicherte sollen mehr Einblicke in die Strukturen und Abläufe des Gesundheitswesens erhalten und sich "im Dschungel" der Anbieter und Institutionen besser orientieren können. Transparenz heißt aber auch , dass mehr Informationen über die Qualität der medizinischen Versorgung verfügbar sind. Eng verknüpft mit der Frage, wie gut (oder weniger gut) einezlne Mediziner in der Patientenversorgung arbeiten und wer im Bedarfsfall die optimale beziehungsweise den individuellen Bedürfnissen entsprechende Versorgung anbietet. Der vorliegende Newsletter beleuchtet die Einschätzungen und Erfahrungen der Bevölkerung hinsichtlich der Qualitätstrazparenz im deutschen Gesundheitswesen und konzentriert sich dabei auf die ambulante Versorgung.

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Newsletter: Soziale Ungleichheit: Schichtspezifisches Informations- und Partizipationsverhalten in der ambulanten Versorgung

Für die Erklärung schichtspezifischer Unterschiede bei Morbidität und Mortalität gibt es seit den Ausführungen von Mielck (1993) ein umfassendes theoretisches Koordinatensystem. Der "soziale Gradient" ist danach zu erklären durch höhere gesundheitliche Belastungen, eine weniger gesunde Lebensweise, weniger effektive Bewältigungsstrategien und -Ressourcen sowie eine schlechtere medizinische Versorgung unterer Sozialschichten. Für die Analyse der schichtspezifischen Bewältigungsmuster sind in der letzten Zeit vielfältige Konzepte entwickelt worden, darunter auch das Modell der "Gesundheitskompetenz". Hiervon ausgehend wird mit Daten des Gesundheitsmonitors aus mehreren Erhebungswellen seit 2004 Fragestellungen nachgegangen, die schichtspezifische Differenzen überprüfen, und zwar:

  • bei der Klärung oder Vertiefung ärztlicher Informationen im Zusammenhang eines Arztbesuchs,
  • beim Wunsch nach Mitbestimmung bei der Festlegung der Therapie,
  • bei der Auswahl eines Arztes und den dabei maßgeblichen Kriterien sowie beim Arztwechsel,
  • hinsichtlich des Verständnisses medizinischer Informationen im Rahmen von Medikamenten-Beipackzetteln.
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Erfahrungen, Einstellungen und Umgang von Ärzten mit informierten Patienten

Nur jeder vierte Arzt in Deutschland unterstützt seine Patienten darin, sich vor dem Arztbesuch selbst zu informieren.

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