gesundheitsmonitor
Das Gesundheitssystem aus Sicht der Bürger

15 Jahre Gesundheitsmonitor – eine abschließende Bilanz

2002 erschien die erste Jahrespublikation im Projekt Gesundheitsmonitor. Seitdem sind über 80.000 Bürger befragt und die erhobenen Daten in fast 200 Studien analysiert worden. Im 56. und letzten Newsletter ziehen die Projektträger Bilanz

Bürgerorientierung wurde gestärkt

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Bürgerorientierung im deutschen Gesundheitswesen sukzessive gestärkt worden. Der Gesundheitsmonitor hat diese Entwicklung durch gezieltes Agenda Setting bevölkerungsrelevanter Themen, durch das Monitoring von Einstellungen und Versorgungserfahrungen der Patienten sowie die Überprüfung von Reformen und Gesetzen aus der Bürgerperspektive unterstützt und begleitet. Es ist schwer, den Beitrag des Projektes an Veränderungen der Versorgungslandschaft exakt zu quantifizieren. Einige positive Entwicklungen können jedoch klar benannt werden:

„Die Abschaffung der Praxisgebühr ist mit auf den Gesundheitsmonitor zurück zu führen!“

sagt beispielsweise Hartmut Reiners, ehemaliger Referatsleiter im Gesundheitsministerium Brandenburg. Bei vielen anderen Themen wie beim Nichtraucherschutz oder der Information bei Vorsorgeuntersuchungen kann man ebenfalls einen klaren Einfluss der Studien des Gesundheitsmonitors aufzeigen.

Befragungsdaten für Politik hochrelevant

Für die Politik sind solche unabhängigen Studien von großem Wert. 74 Prozent der Entscheidungsträger im Gesundheitswesen sagen laut einer Emnid-Umfrage der Bertelsmann Stiftung, dass die öffentliche Meinung für ihre Entscheidungsfindung wichtig sei. Fast jeder zweite Entscheider oder Entscheidungsvorbereiter nutzt Befragungsdaten, um sich ein Bild von der Bevölkerungsperspektive zu machen. Vier von fünf Entscheidungsträgern vertrauen dabei vor allem wissenschaftlichen Studien. Kein Wunder, denn das wichtigste Kriterium bei der Auswahl von Studien ist für die Entscheider die Unabhängigkeit der Studienverfasser (84 Prozent). Diesen Anforderungen hat der Gesundheitsmonitor mit seinen fast 200 vor allem aus dem universitären Bereich stammenden Studienautoren entsprochen.

Daten und Analysen bleiben auch nach Projektabschluss erhalten

Der Gesundheitsmonitor war mit über 15 Jahren Laufzeit eines der am längsten laufenden Projekte der Bertelsmann Stiftung. Nun beendet die Stiftung den „GeMo“, um neue Schwerpunkte zu setzen. Allerdings gehen die bisherigen Arbeiten des Projektes nicht verloren und bleiben auf dieser Website erhalten.

Alle Studien des Projektes sind hier archiviert und durch die umfassende Verschlagwortung auch in Zukunft leicht nutzbar. Auch die erhobenen Primärdaten aus den bevölkerungsrepräsentativen Befragungen sind für die Bearbeitung neuer Fragestellungen weiterhin verfügbar.


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Newsletter 04 2016

15 Jahre Gesundheitsmonitor – eine abschließende Bilanz

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